Gartengespräch mit MdL Heiner Illing in der Rheinhessen-Fachklinik (RFK)

Kurze und direkte Wege in die Landespolitik nach Mainz sind das Credo des Abgeordneten Heiner Illing. In diesem Zusammenhang nahm er gerne das Angebot zu einem Gartengespräch in der Rheinhessen-Fachklinik an. Die Belange der RFK zu kennen und zu vertreten, stand in Mittelpunkt des Treffens mit dem LKH-Geschäftsführer Dr. Gerald Gaß, dem Kaufmännischen Direktor Alexander Schneider und dem Pflegedirektor Frank Müller.

Im persönlichen Austausch ging es um die Rolle der RFK als Arbeitgeber in der Region Rheinhessen, als Ausbildungsbetrieb und als Dienstleister im regionalen Gesundheitswesen: als Arbeitgeber für 1.450 Mitarbeiter*innen werde Unternehmenskultur großgeschrieben und die Identifikation der Arbeitnehmer*innen mit ihrer Klinik gefördert. Zum Ausdruck komme dies auch in 150 Ausbildungsplätzen und der engen Kooperation mit der Gustav-Heinemann-Realschule plus und Fachoberschule Alzey, die den Zweig „Pflege“ anbieten. „Freiwilliges Soziales Jahr, Praktika oder der Besuch der Berufsinformationsmesse, die RFK wirbt als Ausbildungsbetrieb um die Jugendlichen. Die Ausbildung zu Ergo- und Physiotherapie, die normalerweise monatliche Kosten in Höhe von 350 Euro für den Auszubildenden bedeutet, wird nun in den eigenen Schulen durchgeführt und der Auszubildende erhält sogar eine Vergütung! In Kooperation mit der Katholischen Hochschule in Mainz wird im dualen Studium der Bachelor für Gesundheit und Pflege ermöglicht.“ Arbeitsmarktpolitik werde somit praxisnah umgesetzt.

Die Gesprächspartner fanden deutliche Worte: „Es sind politische Entscheidungen, die bestimmen, wie die Zukunft organisiert sein soll. Meint nun Reduktion die Reduzierung der Standorte oder weniger Betten? Klare Kommunikation ist Voraussetzung für effektives Handeln. Gerade bei der hier gelebten allgemeinen Daseinsfürsorge.“ Entscheidend sei den Fachkräften, ihre Tätigkeit in flexibler Selbstgestaltung ausüben zu können. Bis zu 30 Prozent der Arbeitszeit werde durch Bürotätigkeiten und Dokumentation belegt. Die Berufszufriedenheit müsse wieder im Focus stehen. Gefordert sei hier ein Gleichgewicht des Qualitätsanspruchs, der Anforderungen und der finanziellen Mittel.

Auch das Landesgesetz für psychisch kranke Personen (PsychKG), das gerade novelliert wird und verantwortlich ist für die Unterbringung der Patient*innen bei akuter Fremd- oder Selbstgefährdung, kam zur Sprache: „Aspekte wie Freiheitsrecht versus Fürsorgepflicht oder Schutz der Mitarbeiter*innen bei nicht vorhandener Krankheitseinsichtigkeit sind hochkomplexe Sachverhalte, deren kompetentes Einfließen der Praxis in die Gesetzgebung in Mainz zählt.“ Gerade hier half das „Gespräch im Garten“ mit dem Landtagsabgeordneten.

Der abschließende Rundgang über das Klinikgelände unterstrich, dass durch die Ausstattung, die aktuellen Renovierungen oder Aus- und geplante Neubauten die Verantwortlichen den Blick auf eine erfolgreiche Zukunft der RFK gerichtet haben.

Veröffentlicht am 15.09.2020.