
Grußwort des MdL Heiner Illing vom 29.4.2025:
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Kubica, sehr geehrter Herren Hettich, Habersteig und Büttenbender, sehr geehrte Frau Gärtner, liebe Gäste,
ich heiße Sie herzlich willkommen zur Fachtagung „Unternehmergeist trifft Sozialraum – Inklusion gemeinsam gestalten“ hier in der Rheinhessen-Fachklinik Alzey. Als Ihr Landtagsabgeordneter für das Alzey und Umgebung ist es mir eine besondere Freude, Sie heute zu diesem wichtigen Thema zu begrüßen. Unsere Heimat Rheinhessen steht für Zusammenhalt und Innovation – darauf können wir stolz sein. Ein besonderer Dank gilt den Veranstaltern: den Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) Rheinland-Pfalz und dem Verein VITaL für Integration und Teilhabe am Leben, die diese Fachveranstaltung gemeinsam mit der Rheinhessen-Fachklinik Alzey und weiteren Partnern organisiert haben. Ich begrüße außerdem herzlich die Vertreterinnen und Vertreter der Handwerkskammer Rheinhessen, der IHK Rheinhessen, der Wirtschaftsförderung Mainz, der Rheinhessen-Fachklinik sowie alle Unternehmerinnen und Unternehmer aus unserer Region. Ihre Teilnahme zeigt, dass wir das Thema Inklusion gemeinsam anpacken wollen.
Ich möchte an dieser Stelle das außergewöhnliche Engagement von EAA und VITaL hervorheben. Sie sind Leuchtturmprojekte für inklusive Bildung und Arbeit in Rheinland-Pfalz. Seit Jahren unterstützen Sie unermüdlich Unternehmen darin, passende Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Die EAA informieren und beraten Betriebe kostenfrei bei allen Fragen rund um Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung – vom ersten Entschluss bis zur erfolgreichen Umsetzung im Betrieb. Der Verein VITaL engagiert sich seit Jahrzehnten dafür, Menschen mit Unterstützungsbedarf den Weg in Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben zu erleichtern. Ihr unermüdlicher Einsatz zeigt: Inklusion ist fest in unserer Gesellschaft verankert. Dafür danke ich Ihnen im Namen des Landes und der Menschen von Rheinhessen ganz herzlich.
Natürlich schaffen wir in Rheinland-Pfalz auch Rahmenbedingungen für Inklusion. Das neue Teilhabestärkungsgesetz hat wichtige Weichen gestellt. Doch der wahre Wandel geschieht gemeinsam vor Ort, durch das Engagement von Organisationen wie Ihnen und Unternehmen wie hier vertreten. Lassen Sie uns diesen Weg weitergehen! Denn eines ist klar: Inklusion bringt uns alle weiter. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenarbeiten, entsteht ein enormes kreatives Potenzial. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels liegt in dieser Vielfalt eine große Chance. Zahlreiche Studien belegen, dass diverse Teams oft innovativer und erfolgreicher sind. Doch nicht nur Studien überzeugen – wir spüren es hier direkt vor Ort: Jedes Unternehmen, das Talente fördert und Barrieren abbaut, gewinnt an Stärke und Zukunftsfähigkeit. Viele regionale Beispiele bestätigen das: Einige Betriebe in unserer Region berichten stolz von motivierten Mitarbeitenden mit Handicap, die sie durch kleine Anpassungen am Arbeitsplatz halten konnten. Diese Menschen machen unsere Arbeitswelt bunter, kreativer und leistungsfähiger. So entsteht ein gesellschaftliches Miteinander, das unsere Region nachhaltiger und lebenswerter macht. Lassen Sie uns auch im Sozialraum inklusiv denken: Inklusion endet nicht am Werkstor, sondern betrifft unser ganzes Zusammenleben. Jeder Mensch – ob mit oder ohne Behinderung – sollte als Kunde, Kollege oder Nachbar selbstverständlich dazugehören. Unternehmen können dies unterstützen, etwa durch Praktika für Menschen mit Unterstützungsbedarf oder durch Kooperationen mit sozialen Einrichtungen. Wenn Vereine, Schulen und Kultureinrichtungen inklusive Angebote schaffen, gewinnt die ganze Gemeinschaft. So wirken Unternehmergeist und soziale Verantwortung weit über den Arbeitsplatz hinaus.
Um das mit einem Bild zu verdeutlichen, zitiere ich die US-amerikanische Inklusions-Expertin Verna Myers: “Vielfalt heißt, zur Party eingeladen zu werden. Inklusion ist, zum Tanzen aufgefordert zu werden.” Dieser Satz bringt es auf den Punkt: Wir alle möchten dazugehören und mitgestalten. Heute haben wir die Gelegenheit, gemeinsam aufzustehen und miteinander zu tanzen – im übertragenen Sinne: indem wir uns austauschen und tatkräftig Ideen für mehr Teilhabe umsetzen. Schon jetzt zeigen Erfolgsgeschichten, wie viel möglich ist, wenn Inklusion aktiv gelebt wird. Beispielsweise kann die Rheinhessen-Fachklinik eine Integrationsquote von 75 Prozent vorweisen – ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass Inklusion wirkt. Das motiviert uns alle, diesen Weg weiterzugehen.
Nutzen Sie deshalb das vielfältige Programm dieser Tagung: Es erwarten Sie spannende Vorträge, praxisnahe Workshops und viele Möglichkeiten zum Austausch . Treten Sie in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Branchen und Organisationen. Stellen Sie Fragen, teilen Sie Ihre Erfahrungen und holen Sie neue Anregungen für Ihren eigenen Betrieb oder Ihre Kommune. Lassen Sie sich inspirieren von Best-Practice-Beispielen und überlegen Sie, wie wir Inklusion in unserer Arbeitswelt und in unserem sozialen Umfeld noch stärker verankern können. Auch Themen wie Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt oder neue Beratungsangebote kommen heute zur Sprache – nutzen Sie diese Impulse für Ihr Unternehmen.
Ich blicke mit großer Zuversicht in die Zukunft: Das, was wir heute hier gemeinsam beginnen, wird weiterwirken. Gemeinsam legen wir einen Grundstein dafür, dass inklusive Beschäftigung noch selbstverständlicher wird – nicht nur in Alzey und Rheinhessen, sondern in ganz Rheinland-Pfalz und darüber hinaus. Ich danke allen Beteiligten nochmals ausdrücklich für Ihre Initiative und Ihr Engagement. Als Ihr Landtagsabgeordneter nehme ich Ihre Anregungen mit in die politische Diskussion.
Packen wir es gemeinsam an – mit Offenheit im Herzen und Unternehmergeist im Blick!
Ich wünsche uns einen erfolgreichen und inspirierenden Tag voller positiver Energie.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Veröffentlicht am 05.05.2025.





































