Archiv für den Autor: Heiko Sippel

MdL Sippel empfängt Ehrenamtliche – Interessanter Besuch im Landtag

Zur Landtagssitzung im März empfing der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) drei Besuchergruppen aus dem Wahlkreis, die sich ehrenamtlich für ihre Ortsgemeinde oder im Verein engagieren. Bevor es in die Landeshauptstadt ging, machten die „Volontäre“ aus Albig, die „Rentnerbande“ aus Gau-Odernheim und der Kegelclub „Favorit“ aus Alzey einen Zwischenstopp bei der Fa. Juwi in Wörrstadt, um sich über das Unternehmen und dessen Aktivitäten zur Energiewende zu informieren. Die Teilnehmer zeigten sich sehr beeindruckt von der rasanten Geschäftsentwicklung der Fa. Juwi, die mittlerweile fast 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

In Mainz begrüßte Heiko Sippel die 50-köpfige Besuchergruppe im Foyer des Landtages. „Die Einladung zu dem Besuch soll ein kleines Dankeschön für ihr vorbildliches Engagement sein“, bemerkte Sippel, der anschließend einen Überblick über die Aufgaben des Landesparlaments und der Abgeordneten gab. Ein Film über die Entstehung und Entwicklung des Landes Rheinland-Pfalz rundete die Information ab, ehe es auf die Besuchertribüne des Plenarsaals ging. Nah am Geschehen konnte die Debatte um das Landesgesetz zur Änderung abfallrechtlicher Vorschriften und eine Grundsatzaussprache zur Mobilität im Land verfolgt werden.

 

Mit einem Einblick in Sippels Büro im Abgeordnetenhaus und einer Besichtigung des SPD-Fraktionssaals endete der informative Besuch. „Es war sehr interessant und hat sich gelohnt“, so das Fazit der Teilnehmer.

Veröffentlicht am 23.03.2012.

MdL Sippel besucht Erzeugergemeinschaft Goldenes Rheinhessen in Bornheim – Qualitätsweine seit über 30 Jahren

Der Alzeyer Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) folgte einer Einladung der Erzeugergemeinschaft (EZG) Goldenes Rheinhessen in Bornheim, um sich im Gespräch und bei einer Betriebsbesichtigung ein Bild über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens zu machen. Der Vorsitzende Hubertus Brand und der Technische Betriebsleiter Fritz Fell-Rathmacher öffneten für Sippel nicht ohne Stolz ihre Türen und Weinlager, denn die EZG besteht seit 1979 und hat heute 244 Mitglieder. Damals mit nur 402 Hektar ist die Betriebsfläche mittlerweile auf über 2000 Hektar angewachsen – das entspricht fast 20 Prozent des Gesamtanbaugebiets in Rheinhessen.

 

„In den 80er-Jahren haben wir nur etwa ein bis fünf Millionen Kilogramm Trauben verarbeitet. Heute haben wir eine Kapazität bis zu 15 Millionen Kilogramm“, sagt Brand, „aber wir wissen schon im Vorfeld gezielt was die Kellerei oder der Abnehmer möchte. Weine aus den im Herbst übernommenen Trauben und Mosten sind daher schon so gut wie verkauft.“ Der Gesamtjahresabsatz der EZG beträgt etwa 40 Millionen Liter Wein. An guten Tagen können an den vier Abladewannen im Außenbereich bis zu eine Million Kilogramm Trauben angenommen werden. Der Abgeordnete wirft einen beeindruckten Blick in die blitzblanken Wannen, von denen eine 20 Tonnen Trauben fasst.

 

Beim 2006 in Betrieb genommenen neuen Tanklager mit moderner Kelterstation auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde mitgedacht: Um in der Hochsaison die Straße zu entlasten, wurde rund um den Bau eine Rückstaufläche geschaffen, die Stammdaten über Qualität und Menge der angelieferten Trauben werden per Transponder erfasst. Im Keller werden die Trauben flexibel je nach Sorte und Qualität verarbeitet und in die Gärtanks weitergeleitet. Im gekühlten Tanklager mit rd. 30 Millionen Litern in Gebindegrößen von 1.200 bis 750.000 Litern schlummern auch preisgekrönte Weine. 2009 erhielt die EZG beim internationalen Weinpreis „Mundus Vini“ zwei Mal Gold und ein Mal Silber.

 

Die hohe Qualität hängt vor allem von der strikten Planung und dem guten Zusammenspiel von moderner Technik und Personal zusammen. „Wir haben nur gelernte Leute hier, denn bei beispielsweise hohen Temperaturen, wie im Herbst 2011, muss flexibel gehandelt und besonders schnell verarbeitet werden“, so Fell-Rathmacher. In den sechs Wochen Saison geht es hoch her, daher wird jeden Morgen aufgrund eines Leseplans festgelegt, wie die angelieferten Trauben im Betrieb weiterverarbeitet werden. „Die Sortenvielfalt wird allerdings immer geringer,“ bemerkt der Technische Betriebsleiter.

 

„Die EZG punktet mit hoher Flexibilität in Annahme sowie Verarbeitung und ist ein umfassender Dienstleister, von der Traube bis zum Endprodukt, einschließlich der Lagerung“, fasst Fell-Rathmacher zusammen. Laut Brand blickt die EZG Goldenes Rheinhessen auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2011 zurück. Das Dreiecksverhältnis zwischen Abnehmer, Qualitätsmanagement vor Ort und den Winzern hat sich bewährt. Um Rheinhessen auf seinem qualitativen Weg weiter voran zu bringen bietet die EZG auch Nichtmitgliedern die Möglichkeit Trauben und Moste zu liefern.

 

In den 90er Jahren gab es ein Umdenken der Branche durch die Konkurrenz aus dem Ausland hin zur kontrollierten hochqualitativen Kaltvergärung. Mit dem Einstieg in dieses Verfahren konnte sich die EZG klar auf dem Markt positionieren und wachsen. Mit EU- und Landesmitteln für landwirtschaftliche Fördermaßnahmen konnte der Betrieb immer wieder in neuste Technik investieren. „Das zahlt sich heute aus“, stellt Brand fest, „denn bei unserer Größenordnung müssen Menge und Verlässlichkeit klar kalkulierbar sein.“ Von der Zusammenarbeit mit der Winzergenossenschaft Westhofen e.G. erhofft sich die EZG weitere positive Synergieeffekte: „Kürzere Wege für die Winzer, Westhofen kann seinen Schwerpunkt auf die eigene Flaschenweinvermarktung legen, Bornheim sich auf die Fassweinvermarktung konzentrieren.“

 

Heiko Sippel zeigte sich beeindruckt von der betrieblichen Ausrichtung und der unternehmerischen Stärke der Bornheimer Erzeugergemeinschaft: “Sie stehen symbolhaft für die hervorragende Aufwärtsentwicklung unserer Winzerinnen und Winzer, die die Weinregion durch eine klare Qualitätsorientierung und ein stimmiges Marketingkonzept klar nach vorne gebracht haben“, so der Abgeordnete anerkennend, „darauf können wir Rheinhessen stolz sein.“

 

Veröffentlicht am 20.03.2012.

MdL Sippel: Bund muss helfen – „Schlecker-Mitarbeiter nicht im Stich lassen“

Der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) sieht die Bundesregierung in der Pflicht, eine Auffanggesellschaft für Schlecker-Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren, mit einem Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu ermöglichen. „Der Verlust des Arbeitsplatzes ist für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein tiefgreifender Einschnitt. Viele arbeiten schon seit Jahrzehnten trotz niedriger Löhne und nicht immer einfacher Arbeitsbedingungen mit hohem Engagement bei Schlecker“, beschreibt Sippel, „der plötzliche Kahlschlag trifft die Betroffenen, zumeist Frauen, hart.“ Immerhin war die neue Schlecker-Generation zuletzt auf einem guten Weg, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und bessere Sozialstandards, Tariflöhne und Mitbestimmung durch Betriebsräte umzusetzen.

 

Nun müsse es darum gehen durch die Bildung einer Auffanggesellschaft wieder Perspektiven für einen beruflichen Neubeginn zu schaffen. Die Mitarbeiter könnten die Zeit zur Weiterqualifizierung nutzen und damit ihre Chancen auf eine neue Beschäftigung mit annehmbaren Konditionen erhöhen, so Sippel.

 

Überhaupt kein Verständnis hat Sippel für die Haltung der Bundesregierung, den Kredit zur Gründung der Auffanggesellschaft zu verweigern. Es gehe lediglich um einen Überbrückungskredit in Höhe von 75 Millionen Euro, der sogar ausreichend abgesichert werden könne. Das Risiko für den Steuerzahler sei daher absolut gering. „Die Aussage, wonach die KfW in diesem Falle nicht helfen könne, weil nur kleine und mittlere Unternehmen eine Förderung erhalten, sei falsch“, bemerkt Sippel, „schließlich hat auch Opel einen Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro erhalten.“

 

Nach der Absage von Wirtschaftsminister Rößler, die Heiko Sippel für einen Beleg der sozialen Kälte wertet, ruhen die Hoffnungen auf Arbeitsministerin von der Leyen, die noch vor einigen Tagen Unterstützung versprach. „Wir dürfen die Schlecker-Mitarbeiter jetzt nicht im Stich lassen“, unterstreicht Sippel.

 

 

Bild: © Marta Thor

 

 

Veröffentlicht am 17.03.2012.

MdL Sippel schreibt an Insolvenzverwalter – Solidarität mit Schlecker-Mitarbeitern

Die Mitarbeiter des Schlecker-Zentrallagers in Alzey sind in großer Sorge um ihre Arbeitsplätze. Der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) bot den Mitgliedern des Betriebsrates ein Gespräch an, das von deren Seite gerne angenommen wurde. „Erneut müssen die Mitarbeiter um ihre Arbeit bangen, die Situation ist für die Betroffenen sehr belastend. Das war im Gespräch deutlich spürbar“, bemerkt Sippel.

Bereits vor zwei Jahren hatte die Belegschaft eine Reihe von Kündigungen zu verkraften, schildert Sippel. Er hatte sich damals an die Geschäftsführung gewandt und sich für den Erhalt des Standortes Alzey unter Hinweis auf die gute Verkehrsanbindung, die motivierte Belegschaft und die langjährige erfolgreiche Arbeit des Zentrallagers ausgesprochen. Es sei damals gelungen den Standort Alzey zu erhalten und mit juristischer Unterstützung eine Rücknahme von Kündigungen zu erwirken.
Die Standortvorteile gelten noch immer, unterstreicht Sippel. Die Belegschaft hat in den letzten Jahren eine hohe Verbundenheit zum Unternehmen gezeigt, die Fluktuation war sehr niedrig und man war stets bereit Arbeitsspitzen durch Überstunden abzufedern oder bei Flauten Urlaub zu nehmen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben deshalb ein Recht darauf zu erfahren wie es im Zentrallager weitergeht“, so der Landtagsabgeordnete. In einem Schreiben an den Insolvenzverwalter in Neu-Ulm bittet Sippel um eine offene und zeitnahe Antwort. Außerdem gibt er zu bedenken, dass der Neubeginn des Unternehmens eine leistungsfähige Logistik erfordere und man deshalb ein so eingespieltes Team wie in Alzey nicht aufgeben sollte.

Veröffentlicht am 13.03.2012.

Görisch setzt sich im ersten Wahlgang mit großer Mehrheit durch – Landrat eindrucksvoll im Amt bestätigt

Souverän gewinnt der amtierende Landrat des Kreises Alzey-Worms Ernst Walter Görisch (SPD) bereits im ersten Wahlgang die Landratswahl mit 57,8 Prozent und setzt sich dabei gegen seine drei Konkurrenten – Dr. Markus Bachen (CDU), Christoph Racky (Grüne) und Michael Schappert (Linke) – durch. Görisch konnte in allen Städten und Verbandsgemeinden des Kreises ganz klar die Wahl für sich entscheiden.

Samstagmittag vor der Wahl am Alzeyer Fischmarkt: Görisch erhält Unterstützung von Landeschef Kurt Beck. Der SPD-Landesvorsitzende und Ministerpräsident demonstriert vor über 200 Menschen, dass ihm der Landkreis Alzey-Worms und Amtsinhaber Görisch sehr vertraut sind. Den Durchmarsch nach oben im Ranking der erfolgreichsten Landkreise habe Alzey-Worms der ausgeprägten mittelständischen Struktur, den günstigen Standortvorteilen  und den guten Rahmenbedingungen zu verdanken, betonte Beck. Ernst Walter Görisch habe durch seine zukunftsweisende Politik an der Spitze des Kreises einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg.

 

Görisch sei ein Mann, der nicht nur sein Handwerk verstehe, sondern auch mitten bei den Menschen sei. „Hier in diesem Landkreis spürt man, dass alles in Ordnung ist,“ so Beck. Mit der beeindruckenden Bilanz von nur vier Prozent Arbeitslosenquote Ende 2011 und 60-prozentigem Wachstum innerhalb von nur 10 Jahren sei der Landkreis ein Aushängeschild für Rheinland-Pfalz. Diese Weichenstellung für eine erfolgreiche Zukunft müsse nun fortgesetzt werden.

 

Beck wünschte dem Amtsinhaber Görisch, dass er als Landrat ein klares Votum erhalte, um die erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können. Der Alzeyer SPD-Vorsitzende Heiko Sippel dankte Beck für den Besuch in der Volkerstadt: „Es ist ein Zeichen des Respekts und der Wertschätzung, dass sich der SPD-Landeschef viel Zeit nimmt, um den Landrat persönlich zu unterstützen“, so Heiko Sippel.

 

Zum Wahlkampfendspurt skizzierte Görisch sein Programm „Perspektive Alzey-Worms 2020“, das im Wesentlichen vier Punkte enthält: Bildung, Energiewende, Wirtschaftsförderung und Bewältigung des demografischen Wandels.

 

Am Tag danach herrschte pure Freude, als sich gegen 19.00 Uhr der klare Wahlsieg für Ernst Walter Görisch abzeichnete. Familie, Freunde und Weggefährten versammelten sich in großer Zahl im Sitzungssaal der Kreisverwaltung, um den Wahlsieger mit tosendem Beifall zu empfangen und mit ihm zu feiern.

 

Die SPD-Kreisvorsitzende Kathrin Anklam-Trapp zeigte sich begeistert von dem hervorragenden Ergebnis: „Das ist ein toller Wahlsieg und verdienter Lohn für die hervorragende Arbeit des Landrates in den zurückliegenden acht Jahren.“ Görisch dankte für die engagierte Unterstützung im Wahlkampf und stellte fest: „Heute wird gefeiert und morgen geht die Arbeit weiter, um die künftigen Herausforderungen gemeinsam gut zu meistern.“

Veröffentlicht am 13.03.2012.

Landrat Görisch unterstützt Vorschlag – MdL Sippel regt Radwege-Dialog an

Der weitere Ausbau des überregionalen Radwegenetzes im Bereich der Rheinhessischen Schweiz und im Alzeyer Land ist von besonderer Bedeutung für die Verbesserung der touristischen Erschließung in der Region, glaubt der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD), der sich seit längerer Zeit um die Thematik kümmert. Er schlägt einen Dialog zwischen allen Beteiligten vor, um das weitere Vorgehen abzustimmen und die Vernetzung der Gemeinden voran zu bringen. „Im Miteinander liegt unsere Chance, um einvernehmliche Planungen auf den Weg bringen zu können“, unterstreicht der Alzeyer Abgeordnete.

 

Im Hinblick auf eine Radwegeverbindung zwischen Flonheim und Wendelsheim hat er gegenüber Landrat Görisch angeregt, einen „Runden Tisch“ mit den Ortsgemeinden, Verbandsgemeinden und dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) zu initiieren. „Landrat Görisch wird die Initiative gerne ergreifen und zu einem Gespräch einladen“, stellt Sippel fest. Ein Radweg entlang der Bahntrasse würde absolut Sinn machen, bemerkt Sippel. Für den Teil, der an die Landesstraße angrenzt und somit als nichtselbständiger Radweg gelten würde, wäre das Land Bauträger; der Rest müsste von kommunaler Seite aufgebracht werden, wobei eine Landesförderung beantragt werden könnte.

 

Ziel müsse es außerdem sein, den in der „Großräumigen Radwegenetzplanung des Landes“ vorgesehen überregionalen Radweg von Alzey über Flonheim, Wendelsheim und Wöllstein bis nach Bad Kreuznach nach und nach zu vervollständigen. In entgegengesetzter Richtung führt die Radwegeplanung von Alzey aus über Eppelsheim, Westhofen und Osthofen bis zum Rhein, wobei mit dem Mühlenradweg bereits weite Teile realisiert sind.

 

„Der Landkreis Alzey-Worms hat durch den Bau des Radweges zwischen Alzey und Heimersheim mit Unterstützung des Landes eine weitere Lücke geschlossen“, so Sippel. Für den Abschnitt von Wendelsheim nach Eckelsheim liege seit einiger Zeit der Planfeststellungsbescheid vor. Weitere Verbindungen stünden in der Diskussion. Jetzt gehe es darum, die unterschiedlichen Überlegungen zu einem Konzept zusammen zu führen.. „In Zeiten knapper Kassen wird es nicht einfach sein, die Finanzierung hinzubekommen. Es wird einen langen Atem erfordern“, räumt Sippel ein, „allerdings wird sich die gemeinsame Anstrengung sicherlich langfristig auszahlen“.

 

Bild: © Benicce / Fotolia

 

Veröffentlicht am 06.03.2012.

MdL Heiko Sippel nimmt Petition der Grundschule Flomborn entgegen – „Eine Ampel muss her!“

Die Schulgemeinschaft der Grundschule Flomborn hat dem Alzeyer Landtagsabgeordneten Heiko Sippel (SPD) eine Petition zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger in Flomborn und Ober-Flörsheim überreicht. Schulleiter Stefan Büchner und die Schulelternbeiratsvorsitzende Karin Flassak haben ein Angebot des Abgeordneten zum Gespräch angenommen, um ihr langjähriges Anliegen vorzutragen. Die Verkehrssituation zwischen den Gemeinden Flomborn und Ober-Flörsheim ist schwierig, denn die Straße (B271) ist schlecht einsehbar, der Fahrbahnbelag uneben und die Autofahrer neigten zwischen den Orten zu einer schnellen Fahrweise. „Es ist nur eine Frage der Zeit bis etwas passiert“, befürchtet Schulleiter Stefan Büchner.

 

Ein Bestreben der beiden Gemeinden, eine Bedarfsampel einzurichten, wurde vom Landesamt für Mobilität in Worms (LBM) abgelehnt, da es bei amtlichen Verkehrszählungen stets ein zu geringes Fußgängeraufkommen gegeben hatte. Bisher konnte nur ein Warnschild „Achtung, Kinder!“ auf der Strecke installiert werden, doch das reiche einfach nicht aus, äußert sich Karin Flassak besorgt. Bei schlechten Wetterverhältnissen seien die jüngsten Schulkinder aufgrund der schlecht einsehbaren Kuppe erst viel zu spät zu sehen, sodass auch ein Zebrastreifen nicht ausreiche. Zudem sei die Strecke nur schlecht ausgeleuchtet.

 

Seit mehreren Jahren gab es immer wieder Bestrebungen von Gruppierungen beider Ortsgemeinden, das Überqueren der B271 vor allem für Kinder und Senioren sicherer zu machen. Die Kindertagesstätten beider Orte, die Grundschule, die Realschule plus sowie der neue Discounter liegen östlich der Bundesstraße, die meisten Neubaugebiete mit jungen Familien, sowie ältere Ortsteile westlich. Es habe früher auch eine Ampel in der Langgasse gegeben, erinnert sich Flassak. „Eine Ampel zur sicheren Überquerung macht Sinn“, bestätigt auch der Abgeordnete Sippel, „da müssen wir weiter dranbleiben.“ Der LBM habe sich immerhin bereit erklärt, planerisch zu prüfen, wie eine Querungshilfe ausgebaut werden könnte. Hierzu müssten allerdings Arbeiten an der Fahrbahn und im Gehwegbereich vorgenommen werden, wobei das Land wohl nicht in der Lage sei, die Kosten zu übernehmen.

 

Heiko Sippel hatte bereits Kontakt mit dem LBM aufgenommen und Ortstermine zusammen mit der VG-Verwaltung initiiert. Beim letzten Treffen vor Ort wurde von der Verbandsgemeinde zugesagt, Piktogramme auf der Straße zu markieren, um auf die Gefahr von Schulkindern hinzuweisen. Die Umsetzung stehe noch aus, erklärt Büchner. Auf Initiative von Heiko  Sippel wurde die Straßenbeleuchtung im Kreuzungsbereich in Flomborn mit anderen Leuchtmitteln versehen, um mehr Aufmerksamkeit zu erreichen. Das Gleiche ist für Ober-Flörsheim vorgesehen.

 

Auch ein Angebot der Verbandsgemeinde an die Ortsgemeinden, eine Geschwindigkeitsanzeige zur Hälfte zu subventionieren, stehe noch im Raum. Allerdings würde die Anzeige die Gefahr beim Überqueren kaum schmälern, so Büchner und Flassak. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten, wenn es dunkel, neblig und regnerisch sei, könnten Eltern ihre Kinder nicht guten Gewissens alleine zur Schule gehen lassen. Die Dringlichkeit dieser Situation sei über die Eltern noch einmal deutlich vorgebracht worden, weshalb die Petition einer der letzten Wege sei, um das Ziel zu erreichen, sagt Flassak.

 

Sippel sagte abschließend zu, die Petition umgehend an den Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz weiterzuleiten und die Schule über das weitere Verfahren auf dem Laufenden zu halten.

 

 

mth

Veröffentlicht am 05.03.2012.

Politiker informieren Bürger bei Kundgebung in Wörrstadt – Mit vereinten Kräften gegen Fluglärm

Als hätte man sie bestellt, flogen just in dem Moment, als der Alzeyer Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) die Kundgebung gegen Fluglärm am Wörrstädter Neunröhrenplatz am Donnerstagabend eröffnete, zwei Flieger mit ohrenbetäubendem Dröhnen über die Köpfe der zahlreichen Demonstranten hinweg. Trotz Mikrofon waren Sippels Worte kaum noch zu hören: „Es ist wichtig, dass auch das innere Rheinhessen seinen Protest kund tut, denn es geht hier um die Gesundheit der Menschen. Da muss das wirtschaftliche Interesse der Fraport hintenanstehen.“ Sippel hatte zu der Veranstaltung in Wörrstadt aufgerufen und dazu den Staatssekretär im Innenministerium Jürgen Häfner eingeladen, der die Schritte der Landesregierung im Kampf für eine Reduzierung der Lärmbelastung erläuterte.

 

In Kürze werde vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine gerichtliche Entscheidung erwartet, ob das vorübergehend angeordnete Nachtflugverbot auf Dauer bleiben wird, berichtete Sippel. Er forderte die hessische Landesregierung auf, dem Gerichtsentscheid zuvor zu kommen und durch eine Rücknahme der Revision endlich den Weg für das versprochene Nachtflugverbot frei zu machen. Die regelmäßigen Montagsdemonstrationen am Frankfurter Flughafen zeigten deutlich, dass es den Menschen ernst sei mit ihrem Protest. „Auch wenn unsere Region wirtschaftlich vom Flughafen profitiert, so haben die Menschen hier ebenso ein Recht auf den Erhalt ihrer Lebensqualität. Dauerlärm macht krank. Der gemeinsame Protest auf allen Ebenen soll einen offenen Dialog mit der Deutschen Flugsicherung (DFS), der Fraport AG sowie der hessischen Landesregierung fördern, um diese endlich zum Handeln zu bewegen“, sagte Sippel.

 

Staatssekretär Häfner beobachtet erfreut, dass die Proteste solidarisch abliefen, die Kommunen sich beispielsweise ohne explizites Eigeninteresse gegenseitig bei ihrer Sammelklage unterstützten und es mittlerweile auch in den Unternehmen einen breiten Konsens gebe. Unausgeruhte Mitarbeiter wirkten sich am Ende negativ auf die Produktivität der Unternehmen aus, denn bei 90 Flugbewegungen pro Stunde und einer geplanten Steigerung auf bis zu 126 Überfliegungen könne der Körper sich nicht mehr erholen. Insbesondere, wenn das Nachtflugverbot nicht konsequent eingehalten werde.

 

„In den Randstunden von 22.00 bis 23.00 Uhr und von 5.00 bis 6.00 Uhr sind noch immer 170 Flugbewegungen möglich, dabei fordert die Fluglärmkommission eine Mindestruhephase von acht Stunden“, stellt Häfner fest. Weiterhin kritisierte er das System zur Festlegung der Flugrouten: „Selbst ein Radweg hat mehr Beteiligung als eine Flugroute, die nur von der DFS festgelegt wird. Das passt einfach nicht mehr in unsere Zeit.“ Es müsse eine breite Bürgerbeteiligung auf den Weg gebracht werden, die Einfluss auf die Festlegung nehmen könnte.

 

Immer wieder klang durch, dass sich sowohl Landrat Ernst Walter Görisch, wie auch der Wörrstädter Bürgermeister Ingo Kleinfelder im Klaren darüber sind, dass man dem Lärm nicht gänzlich ausweichen könne. Es dürfe aber nicht hingenommen werden, dass eine völlige Entlastung bestimmter Regionen in Hessen zu Lasten Rheinhessens erfolgt sei. Landrat Görisch setzt sich für die Einrichtung von Messstationen im Raum Wörrstadt ein.

 

„Der Begriff „Südumfliegung“, der durch den Bau der neuen Landebahn Nordwest entstanden ist, kann als Verniedlichung verstanden werden,“ so Häfner, „denn immerhin werden die rheinhessischen Gemeinden direkt überflogen.“ Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Sammelklagen zu 50 Prozent, andere Gemeinden helfen den Klägergemeinden mit der zweiten Hälfte der Kosten.

 

Im Rhein-Main-Gebiet sind insgesamt fünf Millionen Menschen vom Lärm betroffen, daher muss eine solidarische Regelung, partei- und länderübergreifend, gefunden werden, die den Fluglärm deckelt und weiter reduziert, fordert Häfner. Der Abgeordnete Heiko Sippel möchte indes eine unabhängige Initiative für den Raum Wörrstadt anstoßen, die Parteien, Institutionen, Kirchen, Wirtschaft und Privatpersonen im Protest gegen den Fluglärm vereinen soll.

 

 

mth

Veröffentlicht am 05.03.2012.

SPD-Abgeordnete vom AK Wirtschaft bei JOMO Großhandel in Wöllstein – „Qualität ist das oberste Gebot“

Auf Vorschlag des Alzeyer Landtagsabgeordneten Heiko Sippel (SPD) besuchte der Arbeitskreis Wirtschaft der SPD-Landtagsfraktion im Rahmen der regelmäßigen Vor-Ort-Termine die Niederlassung des Großhandelspartners JOMO GV-Partner in Wöllstein. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Jens Guth, und seine Abgeordnetenkollegen Margit Mohr, Alexander Fuhr, Heiko Sippel und Fredi Winter zeigten sich sehr beeindruckt von der positiven Entwicklung des Unternehmens und waren interessiert daran, Rückschlüsse aus dem Besuch für die Wirtschaftspolitik des Landes zu ziehen.

 

„Mindestens einmal im Monat gehen wir raus in die Unternehmen, denn Wirtschaftspolitik kann man nicht nur von Mainz aus machen und verstehen“, so Sippel. Bei JOMO GV-Partner Großhandel GmbH & Co. KG konnten die Abgeordneten gemeinsam mit Landrat Ernst Walter Görisch einen Einblick in beispielhafte Unternehmensführung bekommen.

 

„Qualität ist bei uns das oberste Gebot“, wiederholt der Niederlassungsleiter und Prokurist Roland Geis immer wieder seinen Leitspruch. Die beginnt bei JOMO GVP nicht erst beim Produktangebot. Sowohl im Dienstleistungssektor, wie auch bei der Beratung oder den eigenen Mitarbeitern werden immer die höchsten Maßstäbe gesetzt. Diese Firmenphilosophie setzt sich letztendlich immer wieder durch. Die Kunden erhalten am Ende nicht nur Top-Ware, sondern ein komplettes Dienstleistungspaket. „Wir kümmern uns“ verspricht ein Werbefilm des auf Gemeinschaftsverpflegung spezialisierten Unternehmens.

 

JOMO GVP war von Anfang an ein Vorreiter der Branche und hat sich mit ständigen Investitionen und Innovationen am Markt durchgesetzt. In Deutschland hat GVP acht Niederlassungen und 20 Stützpunkte an für den Logistiker günstig gelegenen geographischen Punkten aufgebaut. Mittlerweile beliefert GVP nicht nur bundesweit mehr als 25.000 Food- und Non-Food-Artikel an Gastronomiebetriebe, Hotels, soziale Einrichtungen (Altenheime, Krankenhäuser), namhafte Dienstleister und Caterer oder Betriebsgastronomie. Mit eigener Frischfleischproduktion wurde das Sortiment aus Frischware, Tiefkühlkost und Trockensortiment erweitert.

 

Seit 2004 liefert das Unternehmen von der Niederlassung in Wöllstein aus. „Ein strategisch wichtiger Punkt für uns“, sagt Thomas Höfler, Prokurist und Niederlassungsleiter für Logistik, „denn von hier aus erreichen wir bequem ganz Rheinland-Pfalz, Hessen, das Saarland und sogar noch Teile von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.“ Mittlerweile suchen auch viele Firmen im europäischen Ausland einen Lieferanten, der ihnen alles aus einer Hand liefert. „Wir müssen europäisch denken“, so Geis, der seit 23 Jahren im Unternehmen arbeitet und das stetige Wachstum miterlebt. Um diesem weiter gerecht zu werden, wird die Niederlassung in Wöllstein bis Ende 2013 weiter ausgebaut werden.

 

„Unsere knapp 300 Mitarbeiter sind sehr zufrieden,“ berichtet die Wöllsteiner Doppelspitze, Geis und Höfler. Auch das sei Teil der Firmenphilosophie, die sie ihren Kunden immer wieder vermittelten. Nur ein zufriedener Mitarbeiter sei ein guter Mitarbeiter, der entsprechende Qualität liefere. „Wir haben nur festeingestelltes Personal, keine Zeitarbeiter, denn so können sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren, Vertrauen aufbauen und unsere Kunden haben feste Ansprechpartner“, so Geis. Der gute Ruf des Unternehmens habe sich daher schnell herumgesprochen. GVP bietet nicht nur zahlreiche Ausbildungsstellen mit Übernahmemöglichkeit an, sondern auch die Möglichkeit für Kunden und Mitarbeiter sich über eine Partnerschaft mit dem Institute of Culinary Art (ICA) per Fernstudium beispielsweise als Branchenmanager für Caregastronomie weiterzubilden.

 

„Langsam fängt das Umdenken zu mehr Qualität hin an“, beobachtet Geis den Markt. JOMO GVP erfüllt nicht nur sämtliche gängigen europäischen Gesundheits- und Qualitätsstandards, das Unternehmen legt auch intern höchsten Wert auf Qualitätssicherung. Dies wurde 2012 durch die Zertifizierung nach IFS-Logistik-Standard wieder von unabhängiger Seite bestätigt. Neben Lebensmitteln und Non-Food-Artikeln bietet JOMO GVP seinen Kunden Software für eine komplette Warenwirtschaft und Einkaufsplanung. „Wir bieten unseren Kunden ein komplettes, wirtschaftliches Dienstleistungspaket mit Alleinstellungsmerkmal“, sagt Geis.

 

Beim Gespräch und der anschließenden Betriebsbesichtigung wichen die beiden Niederlassungsleiter kritischen Fragen nicht aus. Trotzdem äußerte sich die Abgeordnete Margit Mohr beeindruckt: „Sie entsprechen unseren sozialdemokratischen Vorstellungen eines idealen Unternehmens.“ Auch der Wormser Abgeordnete Jens Guth, zieht sein Résumé: „Das Unternehmen hat Vorzeigecharakter in sämtlichen Bereichen. Es zeigt, dass sich Qualität am Ende immer durchsetzt und ein Unternehmen trotzdem wettbewerbsfähig bleiben kann.“

 

 

mth

Veröffentlicht am 04.03.2012.

Wahlkampfendspurt mit Ernst Walter Görisch – Kurt Beck kommt nach Alzey

Kurt Beck, Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzender, kommt am Samstag, dem 10. März nach Alzey. Gemeinsam mit Landrat Ernst Walter Görisch wird er am Tag vor der Landratswahl den Wahlkampfendspurt bestreiten.

Los geht es bereits um 10.30 Uhr mit einem Marktfrühstück der SPD auf dem Alzeyer Roßmarkt/Fischmarkt. Die SPD-Ortsvereine Alzey und Albig sowie die Jusos werden für das leibliche Wohl sorgen. Kurt Beck wird gegen 12.30 Uhr eintreffen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch das Musikensemble „Sax Only“. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Veröffentlicht am 04.03.2012.

MdL Sippel kritisiert Kürzung der Solarförderung – Kahlschlag ist verheerend

„Wie ernst meint es die Bundesregierung mit dem Atomausstieg und der Energiewende wirklich?“, diese Frage stellt der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) nach dem Beschluss des Bundeskabinetts, die Solarförderung drastisch zu kappen und die Zahl der Neuanlagen zurück zu fahren. Allein das Ausmaß der Kürzung um 20-30 Prozent und die Deckelung der Strommengen wird die gute Entwicklung der Solarenergie abwürgen, glaubt Sippel. „Es ist ein absolutes Unding, dass die Kürzung schon in wenigen Tagen eintreten soll und damit den bereits vorgesehenen Vorhaben die Planungssicherheit entzogen wird. Die Bundesregierung betreibt mit dieser Politik Lobbyarbeit für die großen Energieriesen, die um ihre Marktanteile angesichts der unerwartet hohen Resonanz bei der Eigenproduktion von Strom auf privaten Dächern und der Entstehung von effizienten Solarparks fürchten.“

 

Sippel verweist darauf, dass sich die Solarenergie zu einem Erfolgsmodell der Energiewende entwickelt habe. Im vorigen Jahr seien so viele Anlagen wie nie zuvor errichtet worden. Aufträge bei den Produzenten und nicht zuletzt für das heimische Handwerk haben zur guten Wirtschaftsentwicklung maßgeblich beigetragen und Arbeitsplätze gebracht. Gerade auch private Haushalte profitierten von der Solarstromerzeugung, aber auch Kommunen, Energiegenossenschaften und regionale Energieversorger. Am Beispiel der Energiegenossenschaften zeige sich, dass es gelingen könne, die Bevölkerung für die Energiewende zu gewinnen und aus Betroffenen Beteiligte zu machen. „Sollten die Berliner Pläne tatsächlich so umgesetzt werden, erleidet dieses Engagement einen herben Rückschlag“, so Sippel. Zahlreiche Arbeitsplätze seien in Gefahr.

 

Gegen eine moderate Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom sei nichts einzuwenden, bemerkt Sippel, die Anlagen werden zunehmend günstiger und Solarstrom wirtschaftlicher. So sei die Vergütung bei kleineren Anlagen bis zu 30 kWp, die 2005 noch 54,33 Cent pro Kilowattstunde betragen habe, zum Jahresbeginn bereits auf 24,43 Cent gekürzt worden. Bei Freiflächenanlagen von 43,42 Cent im Jahr 2005 sogar auf 17,94 Cent. „Die von der Bundesregierung vorgesehene weitere Radikalkürzung im Hau-Ruck-Verfahren bedeutet jedoch Kahlschlag. Dies ist unverantwortlich und verheerend.“ Er erhoffe sich eine breite politische und gesellschaftliche Ablehnung, um die Regierung zum Einlenken zu bewegen. Die SPD-Landtagsfraktion habe sich bereits eindeutig gegen die Pläne der Bundesregierung ausgesprochen.

 

Bild: © Rainer Sturm / PIXELIO

 

Veröffentlicht am 29.02.2012.

MdL Heiko Sippel lädt nach Wörrstadt ein – Kundgebung gegen Fluglärm

Durch die im Oktober 2011 eröffnete Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen wird der Fluglärm über Rheinhessen zu einer immer größer werdenden Belastung für die Menschen in der Region. Der Alzeyer Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) setzt sich für eine Reduzierung des Lärms durch eine Änderung der Flugrouten, der An- und Abflugverfahren sowie für ein dauerhaftes Nachtflugverbot ein. „In weiten Teilen Rheinhessens sind die Menschen nicht bereit, die Lärmbelastung einfach hinzunehmen“, stellt Heiko Sippel fest, der auf die eindrucksvollen Montagsdemos im Frankfurter Flughafen mit mehreren tausend Protestlern verweist.

 

Um deutlich zu machen, dass der Protest nicht nur von Mainz ausgeht, sondern auch aus dem „inneren“ Rheinhessen kommt, lädt Heiko Sippel zu einer öffentlichen Kundgebung ein. Diese findet statt am Donnerstag, dem 1. März, um 18 Uhr auf dem Neunröhrenplatz in Wörrstadt (am Neunröhrenbrunnen in Nähe der Kirchen).

 

Zum aktuellen Sachstand wird der Staatssekretär im Innenministerium von Rheinland-Pfalz, Jürgen Häfner, Stellung nehmen. Außerdem sprechen Landrat Ernst Walter Görisch und Stadtbürgermeister Ingo Kleinfelder. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen und aufgerufen, gemeinsam ein Zeichen gegen die einseitige Belastung Rheinhessens zu setzen.

 

Bild: © Marta Thor

Veröffentlicht am 19.02.2012.

Land verleiht Europapreis zum 20. Mal – „Europa ist mehr als der Euro“

Im 20. Jubiläumsjahr des Europapreises soll es keinen thematischen Schwerpunkt geben. In diesem Jahr werden kreative Ideen mit Europabezug gesucht. 2.000 Euro Preisgeld erhält der Gewinner für die Unterstützung oder Durchführung von europäischen Aktivitäten, 1.000 Euro gibt es für den zweiten und 500 für den dritten Platz. Darauf verweist der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD), der den Wettbewerb unterstützt, in einer Pressemitteilung.

 

Margit Conrad, Staatsministerin und Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, wendet sich mit dem Aufruf vor allem an Partnerschaftsvereine, Kommunen, Städte, Schulen und Hochschulen, sowie Vereine aus denen kulturelle Initiativen mit Europabezug hervorgegangen sind.

 

„Jetzt mehr denn je ist Europa auch im Kleinen und unter Freunden eine wichtige Angelegenheit“, so die Ministerin. Besonders in den vergangenen Monaten haben Euro- und Schuldenkrise gezeigt, dass eine europäische Einigung für alle Mitgliedsländer wichtig und für die Menschen in Rheinland-Pfalz selbstverständlich ist, da sie sich deren Vorteile bewusst sind. Prämiert werden Aktivitäten, die von rheinland-pfälzischen Organisationen und Einrichtungen, bevorzugt gemeinsam mit einem europäischen Nachbarn, innerhalb der vergangenen drei Jahre durchgeführt wurden. Beispielsweise die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern im Rahmen von Schulpartnerschaften, Partnerschaften von Gemeinden und Städten, zwischen Sport- und interkulturellen Vereinen in Europa sowie kulturelles Engagement (Theater, Musik, Tanz).

 

Die Projekte müssen in Form von Berichten, Zeitungsartikeln, Filmen oder Fotos dokumentiert werden. Einsendeschluss der Bewerbungen ist der 15. März, um eine Vorankündigung wird aus organisatorischen Gründen gebeten. Heiko Sippel erhofft sich eine rege Teilnahme aus dem Landkreis Alzey-Worms: „Eine lebendige europäische Partnerschaft hat hier Tradition.“

 

Internet: www.lv.rlp.de/europa-entdecken/europawoche-und-europapreis-2011

 

Post:

 

Die Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und bei der Europäischen Union

Europaabteilung, Ref. 35

Stichwort: Europapreis-Jubiläum

In den Ministergärten 6, 10117 Berlin

 

Veröffentlicht am 15.02.2012.

MdL Heiko Sippel mit Straßenwärter unterwegs – „Winterdienst erfordert vollen Einsatz“

Kalte Nächte herrschen über dem Alzeyer Land. Damit die Straßen auch bei Eis und Schnee befahrbar bleiben, leisten die Straßenwärter der Straßenmeisterei Erbes-Büdesheim im Innen- und Außendienst vollen Einsatz. Der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel machte seine Zusage wahr und begleitete den Winterdienst auf der eisigen Strecke vom Betriebshof bis nach Dannenfels und zurück. Mit Fahrer Benedikt Weiderer ging es über Bundes-, Landes- und Kreisstraßen hinauf zum Donnersberg. Während über den Ortschaften im Alzeyer Land nur leichte Flocken rieselten, herrschte im Donnersbergkreis bei Temperaturen unter minus 10 Grad starkes Schneetreiben.

 

Das schwere Räum- und Streufahrzeug mit dem breiten Schneepflug hatte mintunter Mühe, die kurvenreichen Strecken zu passieren. Beeindruckt zeigte sich Sippel von der Umsicht des jungen Fahrers. „Der Einsatz erfordert höchste Konzentration und fahrerisches Können“, stellt der Abgeordnete anerkennend fest. Zentimeterarbeit war vor allem in den Ortsdurchfahrten zu leisten, in denen parkende Autos das Durchkommen erschwerten. Sippel appelliert daher an die Anwohner, Autos so abzustellen, dass eine ausreichende Durchfahrtbreite bleibt.

 

Insgesamt betreut die Straßenmeisterei Erbes-Büdesheim eine Streckenlänge von rund 340 km in Teilen des Kreises Alzey-Worms und im benachbarten Donnersbergkreis. Mit sieben Einsatzfahrzeugen, die je nach Wetterlage mehrmals -auch nachts- die Abschnitte befahren, wird der Winterdienst bewältigt. Bis zu seinem Schichtende hatte Weiderer insgesamt 15 Tonnen Salz aufgebracht. Die Wirksamkeit des Salzes lasse allerdings bei Temperaturen unter minus 8 Grad nach, erklärte er. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liege in diesen Fällen darin, die Straßen soweit es geht zu räumen. „Mir macht die Arbeit Spaß. Ich gebe mein Bestes“, beschrieb der Straßenwärter seine Arbeitseinstellung.

 

Nach seinem „Arbeitseinsatz“ zollte Heiko Sippel dem Leiter der Straßenmeisterei, Ulf Gerth, und seinem Team höchstes Lob. „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass wir als Verkehrsteilnehmer auch bei widrigen Wetterverhältnissen auf den Straßen unterwegs sein können. Sie leisten einen hervorragenden Dienst für die Allgemeinheit, der Anerkennung und Dank verdient.“

 

Veröffentlicht am 13.02.2012.

MdL Wolfgang Schwarz (SPD) klärt über Betrügereien auf – „Damit wir sicher leben können“

„Der Trick mit dem Enkel ist wohl einer der ältesten und am weitesten verbreiteten Kniffe der Trickbetrüger“, sagt der Landtagsabgeordnete Wolfgang Schwarz (SPD). Der ehemalige Kriminalbeamte kennt sich mit der gesamten Palette von Betrügereien aus, insbesondere jener, die ältere Menschen betreffen. Im Rathaus in Gau-Odernheim klärte er auf Einladung der Bürgermeisterkandidatin für die VG Alzey-Land, Barbara Hübner (SPD), zahlreiche Bürgerinnen und Bürger über die häufigsten Tricks der Betrüger auf und gab Tipps, wie man nicht sofort auf deren Masche hineinfällt.

 

„Die Betrüger haben meist Erfolg, weil sie mit dem schlechten Gewissen der Menschen spielen und sich ihr Vertrauen erschleichen. Wie also erkennt man echte Hilfsbedürftigkeit, wenn es plötzlich an der Tür klingelt?“ stellte Hübner den Kern der Problematik heraus. Ganz so einfach sei das nicht, räumte Schwarz ein, denn in seinen 30 Dienstjahren bei der Polizei hat er gelernt, natürliches von künstlich eingeimpftem Misstrauen durch beispielsweise die Medien zu unterscheiden. Es nütze keinem, sich daheim zu verbarrikadieren, ebenso sollte man grundsätzlich vorsichtig damit sein, wen man in seine Wohnung lasse. Im Zweifelsfall sei schon eine Türkette eine wirksame Barriere und Sicherheitsmaßnahme.

 

Das Thema sei nicht nur für ältere Menschen von Interesse, denn die seien zumindest statistisch seltener Opfer von Verbrechen, beruhigte der erfahrene Kriminalist. Zahlen vom Jahr 2010 belegen, dass die Aufklärungsquote von Verbrechen in Rheinland-Pfalz bei 62,5 Prozent liegt, in der VG Alzey-Land sogar bei 74,9 Prozent. „Damit werden Dreiviertel aller Straftaten aufgeklärt. In Zahlen: Von 1275 Straftaten wurden 955 geklärt – ein hervorragendes Ergebnis“, freut es Schwarz und verwies auf die tolle Arbeit der hiesigen Polizei. Dabei sei die Zahl der Gewaltstraftaten – dazu zähle beispielsweise auch Handtaschenraub, denn die Tasche würde gewaltsam entwendet – auf einem gleichbleiben niedrigen Niveau von nur 3,8 Prozent in Rheinland-Pfalz. Besonders auf dem Land lebe man sicherer, die Häufigkeit von Verbrechen nimmt mit der Einwohnerzahl zu. „Die Zahl der Straftaten ist in Ihrer Region vergleichsweise sehr niedrig. Sie leben sicher hier“, stellte Schwarz fest.

 

Warum ältere Menschen von Trickbetrügern und Dieben besonders gerne ins Visier genommen werden, hat naheliegende und vor allem praktische Gründe. „Im Alter besitzt man in der Regel mehr Wertgegenstände, man hat öfter große Summen daheim, es gibt viele Produkte und Dienstleistungen, die für ältere Menschen ansprechend sind, ferner sind Senioren häufiger tagsüber daheim anzutreffen oder alleinstehend“, zählt Schwarz auf. Auch ihre Höflichkeit im Umgang mit Menschen sei für Betrüger von Vorteil, ebenso wie ihre körperliche Eingeschränktheit aufgrund von Alter oder Krankheit.

„Viele ältere Menschen schämen sich, wenn sie auf einen Trick hereinfallen, daher werden die Taten gar nicht erst zur Anzeige gebracht“, so der gebürtige Landauer. „Das ist falsch. Gehen Sie zur Polizei“, lautete sein Appell.

 

Die Diebe und Betrüger gingen meist sehr geschickt vor. Mit einem Trick („Kann ich telefonieren/die Toilette benutzen/ein Glas Wasser haben?“) verschaffen sie sich Einlass in die Wohnung. Einmal drinnen gibt es viele Möglichkeiten die Wohnung nach Bargeld und Wertgegenständen zu durchsuchen. Mit besonderer Vorsicht zu genießen seien auch Angebote an der Haustür für handwerkliche Dienstleistungen. Auch hier gibt es schwarze Schafe, die handwerkliche Unwissenheit mit gesalzenen Rechnungen ausnutzen.

 

Schwarz zählt verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahme auf der Straße oder über Telefon auf: „Die Trickbetrüger versuchen eine persönliche Beziehung und damit Vertrauen aufzubauen. Beliebt ist der Enkel-Trick.“ Mit geschickten Fragestellungen wird der Person weisgemacht, dass sie es hier mit ihrem echten Familienangehörigen zu tun hat und dann wird zur Kasse gebeten. Doch auch Gewinnbenachrichtigungen per Post oder Telefon sind, besonders wenn man an keinem Preisausschreiben teilgenommen hat, grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen. Bei der Verbraucherschutzzentrale kann man solche Fälle anzeigen und sich dort einen vorgedruckten Text besorgen, der die Betrüger am Telefon abschreckt. „Aber denken Sie daran“, warnt Schwarz ausdrücklich, „diese Leute wollen nur Ihr Bestes, nämlich Ihr Geld!“

 

Sein Kollege, der Alzeyer Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD), machte auf neue Betrugsmaschen im Internet aufmerksam. Mit sogenannten Phishing-Mails werde versucht, an Bankdaten oder Geheimzahlen der Nutzer heranzukommen. Durch täuschend echte Fälschungen glaube der Internetnutzer, eine Anfrage seiner Bank erhalten zu haben, die ihn auffordere, nochmal alle Daten einzugeben. „Im Zweifel sollten Sie bei Ihrer Bank die Echtheit der Mails hinterfragen“, riet Sippel zur Vorsicht.

Die Juristin Barbara Hübner dankte den Referenten für die anschaulichen Beispiele und guten Informationen, die dazu dienten, die Sicherheit der Menschen noch weiter zu verbessern und Kriminellen das Handwerk zu legen.

 

mth

Veröffentlicht am 13.02.2012.