Archiv für den Autor: Heiko Sippel

SPD will in Grundschulen investieren – Kinder gehen vor

Der Vorstand der Alzeyer SPD spricht sich dafür aus, die Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule und der Grundschule in Weinheim vorrangig anzupacken. „Die Abstimmung im Vorstand ist einstimmig erfolgt“, erklären der SPD-Vorsitzende Heiko Sippel und seine Stellvertreterin Stephanie Kramer. Für die SPD habe Betreuung und Bildung oberste Priorität. In der Vergangenheit habe man daher beispielsweise die Generalsanierung der Nibelungenschule und den Bau eines „Hauses des Kindes“ angestoßen. „Die Generalsanierung ist abgeschlossen, das Haus des Kindes ist im Bau und der Neubau einer weiteren Kindertagesstätte im Neubaugebiet Mauchenheimer Weg steht kurz bevor“, stellen Sippel und Kramer erfreut fest, „das Geld ist als Zukunftsinvestition in die Bildung junger Menschen gut angelegt.“

 

Der Stadtrat befindet sich zur Zeit in der Vorberatung für eine Prioritätenliste künftiger Baumaßnahmen. „Für uns im SPD-Stadtverband steht fest, dass die Sanierung der städtischen Schulen ganz oben rangieren muss“, so Sippel. Man sei sich darin mit der SPD-Stadtratsfraktion absolut einig. Die SPD-Vertreter im Stadtrat haben sich vor Ort einen Eindruck vom baulichen Zustand der Schulen verschafft und das Gespräch mit Schulleitungen und Eltern gesucht. „Diese Ortstermine waren für uns sehr wichtig und haben den Handlungsbedarf glasklar aufgezeigt“, ergänzt Stephanie Kramer.

 

Sowohl in der Albert-Schweitzer-Schule als auch in der Grundschule Weinheim sind umfangreiche Arbeiten erforderlich. Es mache Sinn, zunächst ein Gesamtkonzept über die erforderlichen Maßnahmen zu erstellen und eventuell Bauabschnitte zu bilden. Dringende Maßnahmen sollten jedoch vorgezogen und im Haushalt für 2013 veranschlagt werden. Dazu gehörten nach Überzeugung der Sozialdemokraten ordentliche Sanitär- und Toilettenanlagen. Die Albert-Schweitzer-Schule plane außerdem Anpassungen zur Verbesserung der räumlichen Situation für die Nachmittagsbetreuung.

 

„Die Vorschläge der Schule sind absolut unterstützenswert“, erklärt Patricia Orschau, die sich in der SPD-Fraktion um die Familienpolitik kümmert. Das gelte außerdem für die Neugestaltung des Schulhofes. Hier hätten sich Elternbeirat und Förderverein bereits seit längerem engagiert und für einen finanziellen Grundstock gesorgt. „Im Interesse der Schülerinnen und Schüler ist es deshalb angebracht, die Sanierung baldmöglichst anzugehen. Die Neugestaltung des Schulhofes in der Nibelungenschule hat gezeigt, dass damit eine erhebliche Aufwertung verbunden ist“, so die SPD-Vertreter.

 

 

Bild: © GTÜ / PIXELIO

 

 

Veröffentlicht am 29.06.2012.

SPD Alzey-Land besucht Landtag – Ereignisreicher Tag in Mainz

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Heiko Sippel (SPD) besuchten Mitglieder des SPD-Verbandes Alzey-Land den Landtag, um sich einen Eindruck von der Parlamentsarbeit zu verschaffen. Der Tag begann mit einem Besuch im Pressehaus der Verlagsgruppe Rhein-Main in Mainz. Stellvertretender Chefredakteur Peter Königsberger erläuterte den Besuchern ausführlich das Zustandekommen einer Zeitung. Besonders interessant waren seine Ausführungen zur Bedeutung und Zukunft der Printmedien in unserer Zeit.

Gute Zeitungen hätten nach seinen Worten nicht nur den Anspruch auf Aktualität, sie müssten auch Hintergründe und Analysen zum Zeitgeschehen liefern, die so in den Funk- und Fernsehsendungen nicht möglich sind. Außerdem verfolge die Verlagsgruppe Rhein-Main das Ziel, den Kontakt zu den Lesern und den Bürgern vor Ort zu halten und beispielsweise über die örtlichen Veranstaltungen und Feste zu berichten.

 

Im Landtag sahen die Besucher zunächst einen Film über die Entstehung des Landes Rheinland-Pfalz sowie über die Abläufe und Aufgaben des Landesparlaments. Heiko Sippel gab im Sitzungssaal der SPD-Landtagsfraktion einen ausführlichen Überblick über seine politischen Schwerpunkte und die praktische Arbeit der Abgeordneten.

 

Nach dem Essen im Landtagsrestaurant wurde der SWR und dort unter anderem die Verkehrsredaktion besucht , wo man live die Bekanntgabe der Verkehrsmeldungen und auch die Verlesung der Nachrichten verfolgen konnte. Den Abschluss dieses gelungenen Tages bildete die Teilnahme an einer Plenarsitzung von der Tribüne aus. Gespannt verfolgten die Teilnehmer die Debatte um faire Arbeitsbedingungen für Paketzusteller und die Verbesserung des Datenschutzes in Rheinland-Pfalz.

Veröffentlicht am 29.06.2012.

Dreyer/Schulz: Ehemalige Beschäftigte nicht im Regen stehen lassen – Schlecker-Insolvenz

„Das Schicksal der von der größten Pleite in Deutschland betroffenen ehemaligen Schlecker-Beschäftigten geht uns alle an. Gemeinsam haben das Land, die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit und die Gewerkschaft ver.di deshalb ein Hilfspaket geschnürt, um den betroffenen Menschen – in der übergroßen Mehrzahl Frauen – zu helfen.“ Das teilten Arbeitsministerin Malu Dreyer und die Chefin der Regionaldirektion, Heidrun Schulz, in Mainz mit. In Gesprächen mit den Beschäftigten zeige sich überaus deutlich, wie stark diese Menschen von der langen Hängepartie und der Sorge um ihren Arbeitsplatz und ihre Zukunft belastet sind. Die Ministerin bewertet die bisherigen Integrationsaktivitäten der rheinland-pfälzischen Arbeitsagenturen positiv, gleichzeitig habe sich aber gezeigt, dass die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt kein Kinderspiel sein wird.

 

„Viele der überwiegend weiblichen Beschäftigten sind alleinerziehend oder über 45 Jahre alt. Das macht die Vermittlung nicht so einfach“, sagten Dreyer und Schulz. Die Frauen seien jedoch hochmotiviert und engagiert und auch einer Umschulung gegenüber sehr aufgeschlossen. Die Ministerin trat an dieser Stelle der Meinung entgegen, die Beschäftigten hätten bei Schlecker so viel verdient, dass ihre Vermittlung deshalb jetzt schwieriger sei. „Die Beschäftigten haben sich ihren Tariflohn bei Schlecker hart erkämpft. Nicht das ist das Problem, sondern die zu niedrige Bezahlung im Einzelhandel allgemein“, so die Ministerin.

 

Die Landesregierung steht seit Wochen mit den Akteuren im engen Kontakt. Nun haben sich das Land, die Regionaldirektion und die Gewerkschaft auf besondere Hilfeangebote für die insgesamt rund 1.300 Betroffenen in Rheinland-Pfalz verständigt.  Die Agenturen für Arbeit im Land haben alle lokalspezifische Programme für die von Schlecker kommenden Arbeitslosen initiiert. „Innerhalb von vierzehn Tagen nach der Arbeitssuchendmeldung werden die Vermittlerinnen und Vermittler vor Ort eine konkrete Perspektive – sei es Arbeitsstelle oder Qualifizierung – aufzeigen können“, beschreibt Schulz einen Bestandteil dieser Programme.

 

Verabredet wurde auch die Einrichtung einer Task Force aus Vertretern der Arbeitsverwaltung und des Ministeriums, die sich um spezielle Einzelprobleme und Konfliktfälle kümmert. Im Rahmen einer regelmäßigen Teambesprechung sollen so Probleme schnell und unbürokratisch gelöst werden. Die Regionaldirektion und die Landesregierung sichern in diesem Zusammenhang zu, dass Umschulungswünsche im Bereich Altenpflege und Erzieher besonders berücksichtigt werden.

 

Darüber hinaus soll ein Runder Tisch eingerichtet werden, an dem die Akteure des Arbeitsmarktes in Rheinland-Pfalz gemeinsam nach Lösungen und Alternativen für die betroffenen Beschäftigten suchen. Dazu sind neben Vertretern der Landesregierung, der Regionaldirektion und der Gewerkschaften auch Arbeitgeberverbände eingeladen.

 

Zudem soll ein spezielles Angebot installiert werden, das über die Dienstleistungen der Bundesagentur für Arbeit hinausgeht. Sogenannte „Kümmerer“ sollen sich neben den Arbeitsvermittlern der Agenturen für Arbeit um die speziellen – auch psychosozialen – Belange der betroffenen Beschäftigten kümmern. Es handelt sich hierbei um ein freiwilliges Angebot, das auch den noch arbeitslos gemeldeten Menschen der ersten Kündigungswelle im März 2012 offen steht. Die „Kümmerer“ sollen ihre Dienstleistung in den Agenturen für Arbeit anbieten und dort auch eng mit den zuständigen Arbeitsvermittlerinnen und -vermittlern zusammenarbeiten. Die Kosten werden vom Land übernommen.

 

 

Bild: © Marta Thor

 

Veröffentlicht am 24.06.2012.

SPD-Abgeordnete setzen sich ein – Fachoberschule verbessert Chancen

Mit der Einrichtung von Fachoberschulen (FOS) an den Realschulen plus im Land verfolgt die Landesregierung das Ziel, die Chancengleichheit junger Menschen weiter zu verbessern und die Schulstandorte zu stärken. Künftig wird es möglich sein, an einigen Realschulen plus Bildungsabschlüsse bis hin zur Fachhochschulreife zu erreichen, ohne die Schule wechseln zu müssen.

 

ie SPD-Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp und Heiko Sippel setzen sich dafür ein, dass die Realschulstandorte Alzey und Wörrstadt eine Chance für eine FOS-Einrichtung erhalten. Beide Standorte seien aufgrund der Schülerzahlen und dem Potential an Praktikaplätzen dafür gut geeignet, zeigen sich die Landespolitiker überzeugt. „Die Schulen haben gut vorgearbeitet und überzeugende Anträge auf den Weg gebracht“, bemerkt Heiko Sippel, auch wenn es im vergangenen Jahr aufgrund der begrenzten Zuweisung von Fachoberschulen noch nicht geklappt hat. Nun stehe die Entscheidung für das Schuljahr 2013/14 an. „Wir haben gegenüber dem Bildungsministerium nochmal auf die guten Voraussetzungen in Alzey und Wörrstadt hingewiesen“, so Anklam-Trapp und Sippel.

 

Als sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion begrüßt es Anklam-Trapp ausdrücklich, dass sich die Gustav-Heinemann-Realschule plus in Alzey für eine FOS mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege beworben hat. „In Anbetracht des Fachkräftemangels ist das eine zukunftsweisende Entscheidung“, unterstreicht die Parlamentarierin. Die große Bereitschaft insbesondere der Rheinhessen-Fachklinik und anderer Gesundheits- und Pflegeanbieter, Praktikaplätze für den Praxisteil des Bildungsgangs zur Verfügung zu stellen, zeige den Bedarf klar auf. Sippel verweist außerdem auf Kooperationsmöglichkeiten mit der Berufsbildenden Schule in Alzey.

 

Am Schulstandort Wörrstadt soll das FOS-Angebot mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung ausgestaltet werden. Als Wirtschaftspolitiker sieht Heiko Sippel hierin eine gute Ergänzung zum Angebot in Alzey und genügend Möglichkeiten für Betriebspraktika. „Der aufstrebende Wirtschaftsraum ist prädestiniert dafür.“

 

Anklam-Trapp und Sippel sind optimistisch, dass im nächsten Jahr zumindest eine Fachoberschule im Landkreis Alzey-Worms an den Start gehen kann. „Für die Schülerinnen und Schüler wäre das eine tolle Chance.“

 

 

 

Veröffentlicht am 16.06.2012.

MdL Heiko Sippel im Gespräch mit AFEMDI – Kunst für Bildung

Weltweit wird Kunst geschätzt, manchmal zu astronomischen Summen verkauft. Andernorts wird sie verkannt. Kamerun ist ein gutes Beispiel dafür, dass Kunst hier eher als rein zweckgebundenes Handwerk verstanden wird und nicht um ihrer selbst Willen betrieben wird – mit wenigen Ausnahmen. Das will die Vorsitzende von AFEMDI (Association des Filles et Femmes Musulmanes du Diamaré) und Juristin Elke Scheiner aus Gabsheim mit einer Benefizausstellung in der Galerie Lockvogel in Dintesheim beweisen. „Ich möchte zeigen wie kamerunische Künstler arbeiten und mit dem Erlös meine Frauengruppe in ihrer Arbeit unterstützen,“ sagt sie.

 

Mit dem Niederländer Rob Jansen, den sie vor einigen Jahren bei einer anderen Ausstellung kennenlernte, hat Scheiner den richtigen Partner für ihr Projekt gefunden: „Künstlerisch waren wir von Anfang an auf einer Wellenlänge.“ In seiner Galerie stellt sie 21 Werke von Messe Valery aus, der in seinen farbenfrohen und großformatigen Bildern erstaunlich sozialkritische Szenen aus dem afrikanischen Leben darstellt. Fast alle hat sie selbst über Jahre hinweg nach Deutschland gebracht, einige stammen aus ihrer Privatsammlung, andere hat sie auf Kommission übernommen.

 

750 bis 2000 Euro kosten die Werke in Acryl, das in einer vielschichtigen Technik, die die Farben schillernd und nahezu durchsichtig erscheinen lässt, aufgetragen wird. Je ein Drittel des Erlöses geht an den Künstler, AFEMDI und die Organisation der Ausstellung. Valerys Traum ist es, eines Tages eine Künstlergruppe um sich herum zu scharen. Mit Scheiner kam er durch ein Projekt des Vereins in Kontakt. Die Betonmauer um das Schulgelände von AFEMDI soll bald von ihm mit Alphabetisierungsmotiven bemalt werden.

 

Hier werde die Darstellung sicherlich noch zu einigen Diskussionen führen, unkt Scheiner, denn ein bildhaftes Darstellen ist in der muslimischen Kultur nur von Motiven, nicht jedoch von Menschen erlaubt. Doch Valery malt auch Situationen und Symbole, was sicherlich zu mancherlei inhaltlichen Wortwechseln mit den Frauen führen wird. Die haben durch AFEMDI ein ausgeprägtes Bewusstsein für sich selbst und ihre Arbeit gebildet, beobachtet Scheiner. Doch primär sei es noch immer Basisarbeit, die ihre Frauengruppe betreibt: „Wir müssen die Kinder zur Schule schicken und ihre Begabungen fördern. Diese Einstufung fällt nicht leicht, es fehlt im Grunde vom einheitlichen System bis zu Schulbüchern fast alles.“

 

Der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel zeigte sich sehr beeindruckt von der Leistung der früheren Alzeyer Richterin. Ihre Arbeit sei mittlerweile zu einem Fulltime-Job angewachsen und ihr Einsatz sei unermüdlich. Scheiner verbringt daher selbst viel Zeit in Kamerun, nahe bei den Frauengruppen und den Kindern. Sie würde gern junge Helfer im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) nach Kamerun bringen, denn ihre Arbeit soll von so vielen engagierten Menschen wie möglich weitergeführt werden: „Die ‚weiße Anwesenheit’ zwingt zu einer Art Kontrolle der ‚fallokratischen Gesellschaft’.“

 

Beim Benefizessen am 19. Mai, bei dem 450 Euro an Erlös für AFEMDI zusammenkam, hat eine gute Mischung aus „normalen Menschen“ teilgenommen, freut sich Scheiner. Sie plant auch schon die nächste Ausstellung im Alzeyer Burggrafiat am 18. August, bei der sie Werke von fünf verschiedenen Künstlern ausstellen möchte und kamerunische Arbeiten in den Mittelpunkt setzen will. Die Benefizausstellung in Dintesheim in der Galerie Lockvogel kann noch bis zum 20. Juni, Mittwochs bis Sonntags zwischen 13 Uhr und 17 Uhr besucht werden.

 

mth

 

Bild: © Marta Thor

 

Veröffentlicht am 16.06.2012.

SPD-Generalsekretär Schweitzer über Betreuungsgeld – Pleiten, Pech und Pannen

„Die Posse um das Betreuungsgeld steht bereits jetzt für einen der größten Misserfolge der schwarz-gelben Bundesregierung. Dass heute nicht genügend Mitglieder der Regierungskoalition erschienen sind, um der Beschlussempfehlung in erster Lesung zu folgen, zeigt, dass die Koalitionsangehörigen ihr eigenes Gesetz nicht wollen.“ Mit diesen Worten kommentiert der rheinland-pfälzische SPD-Generalsekretär Alexander Schweitzer den Umstand, dass der Bundesregierung heute von den eigenen Leuten die Gefolgschaft im Deutschen Bundestag verweigert wurde.

„Die Gesetzesinitiative war falsch, ist falsch und wird falsch bleiben. Sie sollte jetzt zurück genommen werden“, so Schweitzer.

Veröffentlicht am 16.06.2012.

Dreck-Weg-Aktion im Westen – Alzeyer SPD räumt auf

Das Gebiet rund um den Selz-Dauerstau im Alzeyer Westen ist ein beliebter Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste. Schade nur, dass es immer wieder Zeitgenossen gibt, die ihren Unrat in der Landschaft zurück lassen. Mit einer „Dreck-Weg-Aktion“ hat die Alzeyer SPD das Naherholungsgebiet großräumig von Abfällen gesäubert. Unterstützt wurden die Sozialdemokraten von Mitgliedern des Angelsportvereins „Rheinhessische Schweiz“, die ihr Domizil am Dauerstau haben.

„Die Aktion war ein Erfolg“, bilanziert SPD-Ortsvereinsvorsitzender Heiko Sippel. Über 20 Helferinnen und Helfer haben säckeweise Unrat – angefangen von Zigarettenkippen, leeren Flaschen bis hin zu Bauschutt – gesammelt und dem städtischen Bauhof zur Entsorgung überlassen. Zum Lohn für die ehrenamtliche Arbeit spendierte die SPD zum Abschluss der Aktion ein rheinhessisches „Gedeck“ mit Weck, Worscht un Woi.

Veröffentlicht am 16.06.2012.

Jetzt zur Reise anmelden – Alzeyer SPD fährt nach Wien

Die Alzeyer SPD bietet Mitgliedern und Interessierten in diesem Jahr eine Reise nach Wien an. Vom 16.-19. August 2012 geht es mit dem Bus nach Österreich. Neben einem Besichtigungsprogramm mit dem Besuch von Stift Melk in der Wachau, Schloss Schönbrunn, Stephansdom, der Habsburger Kaisergruft, einem Abend im Prater sowie einem Heurigenabend und einer Stadtrundfahrt in Wien wird eine Begegnung mit dem befreundeten SPÖ-Ortsverein im burgenländischen Neutal stattfinden.

Infos und Anmeldung bei Vorstandsmitglied Walter Fröbisch (Tel. 06731/3092) oder auch im Internet unter www.spd-alzey.de.

Veröffentlicht am 10.06.2012.

Abstimmung über Thema im Internet – MdL Sippel im Gespräch mit Jugendlichen

Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Mit Jugend im Dialog“ lädt der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) regelmäßig Jugendliche zu Gesprächen über aktuelle politische Themen ein. „Neben der Information und offenen Diskussion ist es mir wichtig, die Meinungen junger Menschen zu erfahren, um diese in die politische Arbeit einzubringen zu können“, beschreibt Sippel seine Beweggründe.

Die nächste Veranstaltung ist für den 21. August, um 18.30 Uhr im Wahlkreisbüro in Alzey vorgesehen. „Über das Thema sollen die Jugendlichen selbst mit entscheiden“, so Sippel, der auf seiner Homepage im Internet eine Umfrage eingerichtet hat.

Unter www.heikosippel.de kann auf der Startseite aus vier Vorschlägen ein Thema ausgewählt werden. Zur Auswahl stehen die Themen: „Bildungsrepublik Deutschland – gute Ausbildung, sichere Jobs?“, „Auf die Dauer hilft nur Power – Energie der Zukunft“, „Das digitale Zeitalter – Medien, Internet, Netzwerke“ oder „Jugendliche entscheiden mit – Wählen schon mit 16?“.  Das Ergebnis wird Ende Juli feststehen, danach erfolgt die Einladung zum Gesprächsabend.

Veröffentlicht am 10.06.2012.

Landrat Görisch und MdL Heiko Sippel überreichen Preise – Preisregen beim Europäischen Schülerwettbewerb

Beim 59. Europäischen Schülerwettbewerb, der jedes Jahr von der überparteilichen Europa-Union Deutschland ausgeschrieben wird, haben die jüngsten Teilnehmer aus dem Kreis Alzey-Worms einige Erfolge für sich verbuchen können. Obwohl nur 152 Arbeiten zum Thema „Europa: meine – deine – unsere Zukunft“ eingereicht wurden und nur drei Schulen teilgenommen haben, erreichten viele Kinder gute Platzierungen im Kreis- und Landeswettbewerb. Am erfolgreichsten setzte sich Vincent Kramer (3. Klasse, GS Albig) mit seinem Bild zum Thema „Wenn ich groß bin…“ durch. Der Grundschüler belegte den ersten Platz im Landeswettbewerb und qualifizierte sich damit für die Teilnahme am länderübergreifenden Wettbewerb. Der Kreisvorsitzende der Europa-Union, Landrat Ernst Walter Görisch, und der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel, der als Geschäftsführer der Europa-Union gekommen war, überreichten die Preise und Urkunden an die vielen kleinen Siegerinnen und Sieger.

 

Weitere Landeserfolge haben auch Anne Zimmermann (3. Klasse, GS Gundersheim), Emily Blüm (2. Klasse GS Gundersheim), Moritz Schnell (1. Klasse, GS Gundersheim) und Tim Eckel (9. Klasse ELG) mit jeweils einer dritten Platzierung erzielt; zweite Plätze belegten Janik Haupt (4. Klasse, GS Gundersheim) und Maja Haupt (2. Klasse, GS Gundersheim). In der Altersgruppe der ersten bis vierten Klassen wurden zwei Themen zur Auswahl gestellt. Zum einen „Wenn ich groß bin, dann werde ich als … in einem anderen europäischen Land arbeiten“ und „Erklär doch mal…“: Hier sollten die Kinder eine Situation darstellen, in der ältere Menschen von Kindern oder Kinder von älteren Menschen lernen.

 

Die Kreisjury, bestehend aus Ruth Emrich (Abteilungsleiterin Schule und Kultur in der Alzeyer Kreisverwaltung), Erhard Hütz (Kunstlehrer vom Aufbaugymnasium Alzey) und die Betreuerin des Wettbewerbs Nina Renz hat sich beim zweiten Thema sogar für eine Doppelbelegung beim zweiten Platz entschieden für die Bilder von den beiden Erstklässlerinnen Hannah Heitz und Nina Wiener aus der GS Gundersheim. Den ersten Platz belegte mit einem farbenfrohen Bild Minerva Holzheiser, ebenfalls aus derselben Klasse.

 

Weitere Kreissieger mit Bildern zum ersten Thema sind Gina Maria Diehl (2. Klasse, GS Gundersheim) und wieder zwei Zweitplatzierungen für Lars Volkmann (3. Klasse, GS Gundersheim) und Jonas Lueg (3. Klasse, GS Albig). Görisch hofft, dass trotz stagnierender Teilnahmerzahl auch in den weiteren Jahren viele Kinder und Jugendliche am Wettbewerb interessiert sind, denn es werden immer jeweils aktuelle politische Themen, wie in diesem Jahr der demografische Wandel, in den Fokus gerückt. So bildet die Europa-Union schon früh ein europäisches und sozial-politisches Bewusstsein bei den Teilnehmern.

 

 

mth

 

Bild: © Marta Thor

Veröffentlicht am 06.06.2012.

MdL Heiko Sippel im Gespräch mit dem Alzeyer Club Behinderter und ihrer Freunde – Barrieren in den Köpfen abbauen

Der Club Behinderter und ihrer Freunde Alzey und Umgebung begrüßte zum wöchentlichen Treffen bei Spielen und Bastelarbeiten den Alzeyer Landtagsabgeordneten Heiko Sippel (SPD), um mit ihm über die Wünsche und Bedürfnisse behinderter Menschen zu sprechen. Ganz oben auf der Liste des Club-Vorsitzenden Paul Gaschler steht der Behindertenbeirat, der zwar längst durch den Kreistag beschlossen, jedoch noch nicht einberufen wurde. „Es müssen Betroffene stärker eingebunden werden,“ sagt Gaschler, denn Anliegen gibt es viele, besonders kleinere Umbaumaßnahmen, die für ein barrierefreies Leben behinderter Menschen wichtig sind.

 

Im Gespräch kristallisiert sich schnell heraus, dass Themen wie die Verkehrslage in Alzey auch für die Clubmitglieder von großem Interesse sind. Der Obermarkt bewegt die Menschen: „Es wäre schön, wenn man dort einen Platz zum Verweilen hätte und nicht so viel Verkehr.“ Ampelschaltungen mit zu kurzen Grünphasen werden im Alltag zu einer Herausforderung, wenn gehbehinderte Menschen sich durch die Stadt bewegen. Dass der Abgeordnete die Richtwerte von Ampeln nicht verlängern kann ist den Anwesenden bewusst, doch bestimmte Schaltzeiten könne man überprüfen, verspricht Sippel.

 

Auch das Dauerbrennerthema „Öffentliche Toiletten“ im Stadtrat ist für die Clubmitglieder ein Stein des Anstoßes: „Das Konzept der „netten Toilette“ mit vielen Einzelhändlern hier vor Ort ist zwar schön, aber für viele von uns nicht nutzbar, da Rollstuhlfahrer gar nicht erst hinkommen. Und selbst wenn diese erreichbar sind, so entsprechen sie nicht den Standards für behinderte Menschen.“ Für die Toilette an der Ostdeutschen Straße haben sie eine Mängelliste erstellt. Allein die Beseitigung dieser kleineren, aber für körperlich eingeschränkte Menschen wichtigen Missstände ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.

 

Woran es grundsätzlich mangele sei die große Intoleranz einiger Menschen, denen man im Alltag immer wieder begegne, monieren einige Clubmitglieder: „Einige von uns haben Behinderungen, die uns kaum einschränken. Wir können genauso arbeiten und Leistung erbringen wie andere auch.“ Aber Rücksichtnahme gehöre dazu, denn was nützen ausgewiesene Behindertenparkplätze, wenn diese von Menschen belegt würden, die sie im Grunde gar nicht benötigten. „Es besteht die Vermutung, dass Behindertenplaketten oftmals zu leichtfertig ausgegeben würden,“ beklagt ein Mitglied. Sippel versprach hier nachzufragen. Er wies außerdem darauf hin, dass es ab Juli 2012 stärkere Kontrollen im fließenden Straßenverkehr geben soll, um Raser auszubremsen.

 

Ein weiteres Themenfeld betraf die Arbeitsmarktchancen behinderter Menschen. Hier gebe es immer noch erhebliche Vorurteile und Vorbehalte. Heiko Sippel hielt es für erforderlich, dass die Politik weitere Anstrengungen unternehme, um gleiche Chancen zu ermöglichen und Diskriminierung zu verhindern. Antidiskriminierungsgesetze zeigten zwar Wirkung, es müsse aber auch darum gehen, falsche Idealbilder zu korrigieren und Barrieren in den Köpfen abzubauen. Zu welchen tollen Leistungen Menschen mit Handicaps fähig seien, zeigten beispielsweise die Integrationsbetriebe, in denen behinderte und nicht behinderte Menschen zusammenarbeiten.

 

Der Abgeordnete Heiko Sippel wünscht sich mehr Teilhabe und Inklusion von Anfang an, damit behinderte Menschen in der Gesellschaft völlig akzeptiert würden und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Nach dem gut zweistündigen Gespräch waren sich alle einig, dass der Meinungsaustausch notwendig sei und fortgesetzt werden müsste.

 

mth

 

Bild: © Marta Thor

Veröffentlicht am 03.06.2012.

MdL Heiko Sippel als Gastredner beim „Debattieren am Grill“ – „Nur nicht aus dem Konzept bringen lassen“

Acht Uhr morgens am Elisabeth-Langgässer-Gymnasium in Alzey. Rund ums Schulgelände und im Schulgebäude geht es ausnahmsweise etwas lauter zu, denn in den Projekttagen fällt der Regelunterricht aus. Dafür beschäftigen sich die Schüler mit Aufgaben ihrer Wahl: Im dritten Obergeschoss warten bereits 15 Schüler auf den Alzeyer Landtagsabgeordneten Heiko Sippel (SPD), der ihnen beim appetitlich klingenden Projekt „Debattieren am Grill“ mit seiner Praxiserfahrung unter die Arme greifen soll. Mirko Leisenberg, Schülersprecher aus der 11. Klasse hat bereits erste rhetorische Erfahrungen beim Debattierturnier der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Workshop gesammelt.

 

„Wir haben den Abgeordneten Sippel eingeladen, um mehr über die Praxis des Debattierens zu erfahren, uns Tipps zu holen und selbst zu beobachten, wie er bei uns als Gastredner mit einer Stehgreifrede zurechtkommt,“ so der junge Projektleiter. Viele seiner Mitstreiter sind mit ihm zusammen im Sozialkunde Leistungskurs und nutzen die Gelegenheit, dem Landespolitiker wertvolle Ratschläge zu entlocken. Wie es denn anfangs gewesen sei für ihn vor so vielen unbekannten Menschen zu sprechen, wollen die Schüler erfahren. „Ein wenig Lampenfieber hatte ich schon bei meiner ersten Rede im Landtag,“ lacht Sippel, „denn es waren viele erfahrene Kollegen im Plenarsaal, außerdem Besucher auf der Tribüne und die Presse, die genau hinhört. Aber am Ende macht es die Routine: Je öfter man spricht und übt, umso weniger Vorbereitungszeit braucht man.“

 

Es komme auch darauf an, wie tief man selbst in einem Thema drin sei, sagt Sippel. Als Fachpolitiker für den Bereich der Justiz oder der Wirtschaftspolitik befasse er sich täglich mit den neusten Entwicklungen. Da müssten Reden nicht lange vorbereitet werden, während beispielsweise schwierige Fragen des Finanzrechts einer intensiveren Vorbereitung bedürfen. „Aber Stichworte müssen reichen, vorgefertigte Reden lassen oft keine spontane Reaktion auf das Publikum oder der Gegenmeinung zu. Außerdem hören sich frei gesprochene Reden wesentlich besser an,“ rät er. Vor zu viel Füllwörtern und inhaltlosen Phrasen warnt der Abgeordnete jedoch ausdrücklich, denn die seien ein Zeichen für wenig Fachwissen und eine schlechte Vorbereitung.

 

Ob es ein Totschlagargument gebe, wollen die Schüler wissen und Sippel weiß auch hier Rat: „Alles was Geld betrifft. Es ist nicht bezahlbar oder es geht rechtlich nicht.“ Prompt argumentiert die Oppositionsgruppe zum Debattierthema „Einheitliches Abitur in Europa?“ genau so: „Wie soll so ein zentrales Abitur überhaupt aufgebaut werden? Und wer finanziert das?“ Doch die drei Schüler der Regierungsseite haben sich ihre Argumente gut überlegt, hätte ein solches Abitur sowohl wirtschaftliche, wie auch soziale Vorteile: „Fachkräfte könnten überall im Ausland mit gleichwertiger Qualifikation arbeiten, Studien würden anerkannt werden, es wär ein großer Schritt für gleichberechtigte Bildung in Europa.“

 

Nach dem fürs Debattieren festgelegten Regelwerk halten sich alle Redner an die Redezeit von drei Minuten und sind gespannt auf den geladenen freien Redner Heiko Sippel. Der erfahrene Redner hat nicht nur gut zugehört, sondern entkräftet die Argumente der Fürsprecher und spricht sich für einen Kompromiss aus: „Die Einheit Europas ist klasse, aber auch die Vielfalt macht es aus. Dass Schulsysteme unterschiedliche Schwerpunkte setzen ist völlig o.k., deshalb wäre ein europaweites Zentralabitur ein Rückschritt. Aber nichts spricht gegen angepasste Bildungsstandards und ein gleiches Bildungsniveau.“ An diesem Beispiel lernen die Schüler, dass es sich manchmal auch lohnt, eine Kompromisslinie auszuloten, um die Möglichkeit für Lösungen offen zu halten.

 

Bevor die Schüler zum langersehnten Grillen im Amphitheater kommen, hat Sippel noch einen besonders wichtigen Tipp aufgrund seiner Beobachtungen: „Nie durch Zwischenrufe aus dem Konzept bringen lassen. Wenn man doch nicht weiter weiß, dann am Besten eine kleine Pause machen, einen Schluck Wasser trinken oder die Papiere ordnen und währenddessen seine Gedanken sammeln. Der Redner sollte nie hilflos wirken.“ Beim Grillen lassen die Schüler die Debatte noch einmal Revue passieren und analysieren die Schwächen und Stärken ihrer rednerischen Leistung. „Es ist sehr gut, wenn sich Jugendliche schon früh mit dem Reden beschäftigen, denn eine klare Ausdrucksweise ist nie verkehrt, egal ob in Politik oder Wirtschaft,“ fasst Sippel zusammen.

 

mth

 

 

Bild: © Marta Thor

 

Veröffentlicht am 01.06.2012.

Ausbau der Hausaufgabenhilfe auch an Grundschulen gefordert – Jusos für Hausaufgabenhilfe

Die Alzeyer Jusos fordern den Ausbau der Hausaufgabenhilfe und setzen sich dafür ein, das Konzept der integrativen Hausaufgabenhilfe auch in Grundschulen einzuführen. Was im Alzeyer Jugend- und Kulturzentrum (JuKu) seit 2008 mit großen Erfolg praktiziert wird, nämlich die gezielte Förderung von Schülern und deren Mütter, hat für die Jusos Modellcharakter, auch und gerade für Grundschulen.

Der Vorstand der Alzeyer Jusos war zum Jugendzentrum gekommen, um an Ort und Stelle von den Initiatoren des Projekts zu erfahren, was genau hinter der integrativen Hausaufgabenhilfe steckt. „Wir wussten schon vorher, was das Juku in vielen Bereichen leistet. Aber gerade die Hausaufgabenhilfe ist eine ganz tolle Idee und dazu auch noch außergewöhnlich erfolgreich“, zeigte sich der Vorsitzende der Alzeyer Jusos, Kürsat Zincir wie der gesamte Vorstand der SPD Nachwuchsorganisation nach dem Besuch im JuKu beeindruckt. Im Gespräch mit der Initiatorin und Organisatorin der Hausaufgabenhilfe, Christin Schäfer, und dem Leiter des Juku, Peter Baumgärtner wurde aber auch deutlich, dass das Alzeyer Jugendzentrum angesichts der rasant steigenden Nachfrage seine Kapazitätsgrenze erreicht hat.

 

Dieser Umstand, aber nicht zuletzt die unstreitigen Erfolge des Projekts sind für die Jusos Argumente, die integrative Hausaufgabenhilfe an Grundschulen einzuführen. Unterstützt werden sie dabei vom Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann, Osthofen, und vom Landtagsabgeordneten Heiko Sippel. „Wenn, beispielsweise ein Förderschüler durch das Projekt den Übergang in die Realschule schafft und dort zu einem guten Schüler wird, dann zeigt das, wie unabweisbar eine Ausweitung des Förderprojekts auf alle Grundschulen ist“, waren sich die Juso Vorstandmitglieder einig. „Je früher die Förderung einsetzt, um so erfolgreicher ist sie“ plädierte Lisa Marie Croissant für das Angebot vom ersten Grundschuljahr an.

 

In der integrativen Hausaufgabenhilfe werden vor allem Kinder von Migranten bei der Bewältigung ihrer Sprachprobleme unterstützt. Wichtig ist dabei die Teilnahme der Mütter. Sie erfahren, wie entscheidend Sprachkompetenz ist, was von ihren Kindern schulisch verlangt wird und wie sie selbst ihre Kinder unterstützen können. Ein schöner Nebeneffekt dabei ist, dass sich die Sprachkenntnisse der Mütter ebenso schnell verbessern, wie die ihrer Kinder. Mit zunehmender Beherrschung der Sprache wächst das Selbstbewusstsein dieser Frauen und beides zusammen schafft eine große Motivation, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Veröffentlicht am 30.05.2012.

MdL Heiko Sippel im Gespräch mit Schülern zu Europa und Finanzkrise – „Was passiert mit den Griechen?“

Erste Stunde, zwei zehnte Klassen des Elisabeth-Langgässer-Gymnasiums in Alzey, dazu ein Landtagsabgeordneter und zwei Schulstunden Zeit, um gemeinsam über das brisante Thema Europa und die Finanzkrise zu diskutieren. Statt verhaltenem Gähnen und Augenreiben, steigert sich die Diskussion schon nach einer kurzen Vorstellungsrunde und dem thematischen Einstieg schnell zu einer Grundsatzdebatte. „Ist es bereits zu spät mit den Zahlungen für Griechenland?“ und „Was passiert, wenn Griechenland bankrott ist? Wird es aus der EU geworfen?“ wollen die Schüler wissen. Der Fragenstrang reißt nicht ab und selbst der Alzeyer Landtagsabgeordnete Heiko Sippel, der als Vertreter des Kreisverbandes Alzey-Worms der Europa-Union (einem überparteilichen Verein zur Förderung des europäischen Einigungsgedankens) eingeladen wurde, kommt bei den vielen konkreten Fragen der Jugendlichen ins Schwitzen.

 

„Auch ich bin zuweilen ratlos und kann nicht klar sagen wohin es führt. Hier scheint niemand mehr den vollen Durchblick zu haben,“ gibt er zu, als ein Schüler wissen möchte, ob die Finanzspritze für Griechenland nicht ohnehin schon zu spät käme. Doch Sippel, ein eindeutiger Fürsprecher für ein gemeinsames Europa, weist darauf hin, dass ein Land ohne ausreichendes Kapital keine Chance mehr hat, eine Industrie aufzubauen, um Wachstum und Beschäftigung zu ermöglichen und damit irgendwann einmal seine Schulden selbst abbauen zu können. „Neben den notwendigen Sparanstrengungen muss ein Investitions- und Wachstumsprogramm her, sonst droht in Anbetracht einer Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent und einem drastischen Rückgang der Wirtschaftsleistung sozialer Sprengstoff. Die Finanztransaktionssteuer ist ein Weg, um das Geld für diese Hilfeleistung aufzubringen,“ sagt Sippel. Diejenigen, die durch wilde Spekulation die Finanz- und Wirtschaftskrise verursacht hätten, sollten nun auch einen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten.

 

Das Thema Griechenland ist gerade hochaktuell und beschäftigt auch die Schüler. Sie wachsen immerhin mit dem Selbstverständnis eines vereinten Europas auf, das die Vorteile einer gemeinsamen Währung, offener Grenzen und freiem Handel hat. Von letzterem profitiere Deutschland mehr als andere, da es als Industrieland vom Export lebt und durch die wegfallenden Zölle, Handelsschranken und Währungsschwankungen den Spitzenplatz in der europäischen Wirtschaft ausbauen konnte. In Rheinland-Pfalz, erklärt Sippel, gehe die Hälfte der erzeugten Produkte ins Ausland, 2/3 davon in die Länder der EU. Zigtausend Arbeitsplätze seien abhängig von guten Exportmöglichkeiten.

 

„Vorsicht vor einfachen Lösungen! Die Griechen raus aus der EU und dann wird alles gut? Keineswegs, denn die Folgen wirken hier wie ein Domino-Effekt,“ warnt Sippel. Die engen Finanzverflechtungen in Europa würden Banken und andere Staaten erheblich unter Existenzdruck bringen. Dieses Szenario wäre auch für das Exportland Deutschland von erheblichem Nachteil. Deshalb müsse alles getan werden, um den Zusammenbruch zu verhindern. Auf die Frage, ob die Griechen nicht selbst schuld an der Misere seien, antworte Sippel: „die Menschen selbst sicher nicht, das Bild vom `faulen` Griechen ist absolut falsch und diffamierend. Der Staat hat mit Sicherheit lange über seine Verhältnisse gelebt und es versäumt, die Millionäre an der Finanzierung des Staates zu beteiligen. Die Leitragenden sind die Menschen ohne Arbeit, ausreichendem Einkommen und ohne Perspektive.“

 

Hätte die Hilfe also früher kommen müssen? Ja, denn eine schnellere Hilfe hätte die Schuldzinsen für die Griechen nicht in die Höhe schnellen lassen. Die Verluste wären dann mit Sicherheit kleiner gewesen, stellt Sippel fest. Aber letztendlich könne Griechenland aufgrund des EU-Vertrags nicht einfach seine Währung ändern, aus der EU austreten oder ausgeschlossen werden, erklärt er den Schülern, die interessiert zuhören. Wenn die Griechen jetzt die Drachme wieder einführten, könnten sie ihre Schulden nicht mehr zurück zahlen und kaum noch Waren aus dem Ausland importieren. „Wer würde die schwache Währung überhaupt haben wollen?, fragt Sippel, die Abwärtsspirale könnte sich beschleunigen.

 

Heiko Sippel warb bei den Schülerinnen und Schülern, das Zusammenwachsen Europas trotz aller Probleme nicht in Frage zu stellen. „Erst das gemeinsame Europa hat uns Frieden und Wohlstand gebracht. Offene Grenzen, Arbeits- und Studienmöglichkeiten im Ausland sind heute selbstverständlich. Die Zukunftsherausforderungen wie Sicherheit, Umweltschutz, Energiewende und ein erfolgreiches Bestehen im Wettbewerb zu neuen Wirtschaftsmächten in Asien und Südamerika werden mehr statt weniger Zusammenarbeit in Europa erfordern.“ Für diese Aussage gab es viel Zustimmung von den Schülerinnen und Schülern, die selbst ein positives Bild von Europa haben.

 

Bild: © Marta Thor

 

Veröffentlicht am 25.05.2012.

Spekulationen mit Agrarrohstoffen und Lebensmittelverschwendung Thema im Parlament – „Keine künstlichen Verteuerungen“

„Handel und Spekulationen mit Agrarrohstoffen dürfen nicht dazu führen, dass durch deren künstliche Verteuerungen Hunger in der Welt nicht beseitigt werden kann“, erklärt der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thorsten Wehner. Es dränge sich die Frage auf, ob börsengehandelte Anlageprodukte auf der Basis von Grundnahrungsmitteln, die von den Finanzinstituten aufgelegt würden, überhaupt notwendig seien.

 

Große Finanzinstitute waren im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, da ihnen vorgeworfen wurde, sie verschärften mit Spekulationen an den Nahrungsmittelmärkten den weltweiten Hunger. Auch die Landwirte in Europa sind von der Spekulation mit agrarischen Rohstoffen betroffen. So sind etwa Getreide, Mais und Reis weltweit extremen Preisschwankungen unterlegen.

 

„Auf Initiative von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat der Landwirtschaftsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags beschlossen, eine Anhörung zum Thema Nahrungsmittelspekulation durchzuführen“, teilt Wehner mit.

 

Zum Thema Lebensmittelverschwendung haben die Landtagsfraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ebenfalls eine Anhörung beschlossen und unter dem Titel „Lebensmittel mehr wertschätzen und weniger verschwenden“ einen parlamentarischen Antrag eingebracht (Drucksache 16/1198).

 

„Wir müssen weg von der Illusion, dass Obst und Gemüse mit leichten Schönheitsfehlern nicht genießbar ist. Und wir müssen weg von dem Glauben, dass alleine das Mindesthaltbarkeitsdatum auf einem Produkt Indiz für dessen gesundheitliche Unbedenklichkeit ist“, erklärt Wehner.

 

 

Veröffentlicht am 25.05.2012.